Wenn der alte Rasen einfach optisch nichts mehr hergibt, hilft es häufig nur
noch, einen komplett neuen Rasen anzulegen. Dabei stellt sich für den
Hobbygärtner die Problematik, dass der alte Rasen zunächst entfernt werden muss.
Eine bisher mühsame und kraftaufwendige Arbeit. Aber auch auf dem Markt der
helfenden Gartengeräte hat sich einiges getan und so ist das Entfernen des
Rasens auch längst nicht mehr so mühevoll, wie eigentlich angenommen.
Wer mag, kann natürlich weiterhin auf die konventionelle Art mit der Schaufel
den Rasen entfernen. Hier ist allerdings oft mehrmaliger Einsatz erforderlich,
bis das Ergebnis zufrieden stellend ist. Auch der Einsatz von Baggern ist
möglich, allerdings ist hier schon eine gewissen Gartengröße für die
Rentabilität des gemieteten Baggers Bedingung.
Relativ neu auf dem Markt der nützlichen Gartenhelfer ist der so genannte
Rasenschäler. Das Gerät fährt selbst, verfügt über einen leistungsfähigen
Benzinmotor und ist mit einem schwingenden und effektiv arbeitenden Messer
zwischen seinen Achsen ausgestattet. Das Messer des Rasenschälers gräbt sich in
den Boden ein und entfernt die komplette Grasnabe in einer Breite von rund 50
Zentimetern in einem Arbeitsgang. Dabei zeigt sich der Rasenschäler als sehr
zeitsparend, denn er arbeitet bei Rasen bis zu einer Tiefe von rund fünf
Zentimetern etwa 100 Quadratmeter in nur einer Stunde ab.
Mit dem Rasenschäler ist etwa zehnmal schneller ein Ergebnis zu erzielen und
auch die Genauigkeit des Abtragens von Rasenfläche ist beim Rasenschäler
deutlich einfacher und besser gewährleistet. Zudem muss der Hobbygärtner den
Rasenschäler ohne eigenen Kraftaufwand nur wie einen Rasenmäher vor sich
herschieben und das Gerät arbeitet mit dem kraftvollen Motor selbst im Boden.
Schaufel und Muskelaufwand werden so nicht mehr notwendig.
Einziger Unterschied zum Rasenmäher ist beim Rasenschäler, dass diese den
abgeschälten Rasen nicht in einem Auffangbehältnis aufnimmt. Hier muss der
abgeschälte Rasen nach dem Arbeitsgang noch mit der Schaufel aufgenommen und
abtransportiert werden.
Nach dem Entfernen des alten Rasens ist eine Vorbearbeitung der Fläche
erforderlich, bevor der neue Rasen angelegt werden kann. Hierfür eignet sich
eine so genannte Rotor-Bodenfräse, die sich in eine Tiefe von 25 bis etwa 30
Zentimetern ist den Boden einarbeitet. Wer die Fläche mit der Bodenfräse
mehrmals bearbeitet, leistet gute Vorbereitung für das Gedeihen des neuen
Rasens. Der Boden erfährt so nämlich optimale Durchlüftung und Auflockerung. Bei
lehmigem Boden empfiehlt sich jetzt noch die Einarbeitung von mehreren Eimern
Sand. Jetzt sollte der Boden etwa zwei bis drei Tage abtrocknen.
Vorteilhaft bei der Vorbearbeitung des Boden mit der Bodenfräse ist, dass nicht
nur das Erdreich aufgelockert wird. Auch Steine, Wurzelstücke und andere
unerwünschte Fremdkörper werden aus der Oberfläche des neuen Rasens entfernt und
lassen sich leicht mit der Hand oder der Harke aufsammeln. Wer den Boden nach
dem zweitägigen Abtrocknen noch mit Startdünger für den Rasen ausstattet, hat
perfekte Vorarbeit für einen neuen Rasen geleistet.