Moos gehörte zu den ersten chlorophyllhaltigen grünen Pflanzen, die sich auf
der Erde ansiedelten. Es gilt als widerstandsfähig und kommt selbst in Regionen
vor, die einem Großteil der übrigen Flora der Erde zu lebensfeindlich wären.
Moose besiedeln als erste Lebewesen neu aufgetauchte Inseln und stellen die
pflanzliche Grundlage für ihre Eroberung durch weitere Lebewesen dar. Sie
erfüllen im Ökosystem der Erde einen wichtigen Zweck, sind aber nicht immer dort
erwünscht, wo sie auftauchen. Einen gepflegten Rasen können sie beispielsweise
schnell zerstören und müssen deswegen verschwinden, bevor sie Schaden anrichten.
Da Moos so widerstandsfähig ist, ist der Rasen die ideale Wachstumsfläche für
ihn. Er wird gepflegt, gegossen und gedüngt - ob der Standort sonnig oder
schattig ist, macht den Moosen nichts aus. Sie breiten sich überall aus und
verdrängen nach und nach die Gräser, die eigentlich erwünscht sind. Zur
chemischen Entfernung wird oft Eisensulfat-Dünger verwendet, der zwar dem Rasen
nicht schadet, aber gezielt das Moos entfernt.
Der genaue Inhaltsstoff, den der Dünger enthalten muss, wird als Eisensulfat(II)
bezeichnet. Er schädigt die einzelnen Moospflanzen, macht dem Gras selbst jedoch
nichts aus. Je nach Größe des Rasens bemisst sich die erforderliche Menge
Eisensulfat - für genaue Angaben und Fragen zur erforderlichen Menge steht das
Personal im Baumarkt oder Gartencenter zur Verfügung. Da Eisensulfat zu den
Standardmitteln gehört, um Moos chemisch zu entfernen, weiß das Personal in den
meisten Fällen fundierten Rat dazu.
Eisensulfat wird einfach auf den Rasen gestreut, der von Moosen befallen ist.
Dort kann er die Moose angreifen und sorgt dafür, dass sie nach und nach
absterben. Das erkennt man an den braunen Stellen, die sich nach und nach in der
grünen Fläche bilden - dies sind abgestorbene Moospflanzen. Nach einigen Tagen
werden sie mit der Harke entfernt und können entsorgt werden.
Der Rasen wirkt nach der Entfernung der abgestorbenen Moose meist schlimmer als
vorher. Das ist allerdings kein Grund zur Beunruhigung: Sein Zustand ist
trotzdem auf dem Weg der Besserung. Die entstandenen Lücken in der Grasnarbe
zeigen nur, wo sich ursprünglich die störenden Moospflanzen befanden, die nun
nicht mehr dort sind. Nach der Behandlung mit Eisensulfat ist trotzdem die
Nachbehandlung des Rasens erforderlich, die ihm helfen soll, sich zu
regenerieren - denn alleine schafft er es meist nicht mehr im selben Jahr.
Zunächst muss neuer Rasen dort ausgesät werden, wo die Moosflächen waren. Für
sonnige Flächen eignet sich normaler Rasen, schattige Bereiche sollten mit
Schattenrasensamen behandelt werden. Anschließend muss der neue Rasen großzügig
gedüngt werden, damit er von Anfang an richtig gedeihen kann. Jede Behandlung
mit Eisensulfat setzt auch die entsprechende Pflege des befreiten Rasens voraus:
Denn ansonsten ist die Arbeit kaum eine nachhaltige Lösung.