Wer eine Rasenfläche pflegt, kommt in jedem Sommer immer
wieder
aufgrund sehr trockener Wetterverhältnisse, zumindest für
einen kurzen Zeitraum in die Situation, den Rasen bewässern zu
müssen. Tagelang ausbleibender Regen, dazu intensive
Sonneneinstrahlung - der Rasen leidet und trocknet aus. Im
ungünstigsten Fall führt das zu Schäden am Rasen, die
nur noch durch neues Aussäen behoben werden können. Damit es
soweit überhaupt nicht erst kommt, ist sinnvolles und richtiges
Bewässern sehr wichtig.
Gern geht der Hobbygärtner in der Sommerzeit nach
Sonnenuntergang
seiner täglichen Bewässerung des Rasens nach. Hier werden
für kurze Zeit Sprenkler eingeschaltet, oder der Gartenschlauch
sorgt für eine Befeuchtung des Rasens. Das ist vom Gärtner
sicherlich gut gemeint, tut dem Rasen jedoch keinen großen
Gefallen. Eine kurze Befeuchtung des Rasens bringt den Wurzeln, die
eigentlich mit Wasser versorgt werden sollen, nicht wirklich viel. Das
meiste Wasser, das an der Oberfläche verbleibt, verdunstet und so
war die Bewässerung eine beruhigende aber wenig gewinnbringende
Aktion.
Hintergrund ist, das die Kurzbewässerung lediglich die
Wurzeln,
die sich dicht an der Oberfläche der Erde befinden, bewässert
werden und somit auch lediglich hier das Wurzelwachstum
unterstützt wird. Die tieferen Rasenwurzeln vertrocknen trotz
täglicher Bewässerung und sterben letztendlich ab.
Wer bei starker Trockenheit und Hitze im Sommer wirklich
sinnvoll
seinen Rasen wässern möchte, sollte dies eher dreimal in der
Woche sehr intensiv, anstatt täglich ein wenig tun. Als
Maßstab gelten hier 12 bis ungefähr 15 Liter Wasser pro
Quadratmeter Rasenfläche. Ob die Bewässerung nun per Hand und
Gartenschlauch oder mit einem Sprenkler erfolgt, ist völlig egal.
Wichtig ist jedoch, dass das Wasser mindestens 10 Zentimeter tief in
den Boden eindringt, um auch tiefliegende Wurzeln mit dem
lebenswichtigen Nass zu versorgen.
Der gute alte Spaten leistet hier zum Prüfen gute
Dienste,
denn ein senkrechter Spatenstich offenbart auch dem unerfahrenen
Gärtner, ob die Bewässerung ausreichend war. Dabei gilt es zu
berücksichtigen, dass gerade sandiger Boden sehr viel Wasser
aufnehmen kann und somit entsprechend intensiver versorgt werden muss.
Wichtig ist auch, dass gerade nach der Düngung des Rasens
sofort
und intensiv gewässert wird, denn der Dünger soll ja zum
einen nahrungsspendend in das Erdreich eindringen, zum anderen kann
länger auf der Rasenfläche aufliegender Dünger schnell
zu Verbrennungen des Rasens führen, was dann irreparable
Schäden an der Gründfläche mit sich bringt.
Wenn der Rasen bereits vertrocknet ist, ist auch die
Hilfe per
Wasserschlauch schon zu spät. Bereits wenn die Halme hängen,
sollte in den frühen Morgenstunden oder nach Sonnenuntergang
für Bewässerung gesorgt werden, den so wird der
übermäßigen Verdunstung entgegengewirkt, so dass
für eine ausreichende Bewässerung dann viel weniger des
teuren Nass durch die Wasserleitung fließen muss.