Wenn der Rasen nicht wachsen will, braucht er gute Pflege.
Ein dichter, gesunder und saftig grüner Rasen ist der Wunsch vieler Gartenbesitzer. Doch die Praxis ist oft weit davon entfernt. In der Rasendecke sind dünne Stellen zu sehen und Gras wächst nur spärlich. Dabei ist die optimale Rasenpflege zwar zeitaufwendig, aber gar nicht so schwer.
Die erste Voraussetzung für eine dichte Rasendecke ist der richtige Umgang mit dem Rasenmäher. Je nach Wachstum muss regelmäßig gemäht werden, mindestens alle vierzehn Tage, eventuell auch jede Woche. So können die Gräser stetig neue Blätter und Seitentriebe bilden. Die günstigste Schnittlänge liegt zwischen 3,5 und 5 Zentimetern.
Wird der Rasen kürzer geschnitten, sterben die freiliegenden Wurzeln ab und es entstehen unschöne kahle Stellen. Sind doch solche Flecken entstanden, sollte sofort nachgesät werden, bevor sich Unkraut oder Moos ansiedeln.
Wie alle Pflanzen brauchen auch Gräser eine regelmäßige Bewässerung. Natürlich spielen das Wetter und auch die Wasserdurchlässigkeit des Bodens dabei eine Rolle. Hat es allerdings länger als eine Woche nicht geregnet und zeigen sich erste dunkle welke Stellen, ist es an der Zeit, die Beregnungsanlage einzusetzen. Der frühe Morgen ist dafür am besten geeignet, so kann das Gras schnell wieder trocknen. Die ideale Wassermenge liegt zwischen 15 und 25 Liter je Quadratmeter. Der Boden sollte dabei zehn bis fünfzehn Zentimeter tief durchfeuchtet werden.
Die dritte Voraussetzung für eine dichte Grasdecke sind Düngergaben. Gräser brauchen Stickstoff, weil er das Wachstum der Blätter fördert und auch die Chlorophyllbildung anregt und so für die grüne Färbung sorgt. Phosphor unterstützt die Wurzelbildung und Kalium stärkt gegen Krankheiten. Es gibt speziellen Langzeit-Rasendünger, der alle notwendigen Elemente enthält und kontinuierlich an den Boden abgibt. Die erste Düngung erfolgt zu Beginn der ersten Wachstumsphase Mitte April, die zweite Düngung im Juli. Wird der Rasen stark belastet, ist noch eine dritte Düngung im August möglich. Im Oktober wird noch einmal mit einem Dünger mit einem höheren Kaliumanteil gedüngt, um die Reservestoffeinlagerung für den Winter zu unterstützen.
Im Frühjahr sorgt der Vertikutierer dafür, dass der Rasen gut durchlüftet wird und Moos und abgestorbene verfilzte Wurzelreste aus dem Boden entfernt werden. Anschließend kann man einen Zentimeter Sand auftragen, um einem erneutem Verfilzen vorzubeugen. So bleibt der Rasen lange Zeit gesund und schön.