Da erschien im Februar 2008 eine erfreuliche Nachricht von
einem
nordbayerischen Anbieter für Allergiker, Technikfreaks und
berufstätige Gartenfreunde - der Rasenroboter für kleine
Rasenflächen von 300 bis 500 Quadratmeter ist da! Mit gleichem
Prinzip und ähnlichen Funktionen ausgestattet wie seine
größeren Vorfahren, ist er mit Preisen von 1.000 bis 1.500
Euro ein durchaus attraktives Angebot. Ja, da wurde wieder ein Zeichen gesetzt, für den unaufhaltsamen
Vormarsch dieser selbständig arbeitenden Mähroboter, die ein
wenig gespensterhaft zwischen Bäumen, Blumenbeet und
Wäschespinne umherkurven. Was Spielzeug schon lange konnte, Staubsauger seit Jahren praktizieren
- das können nun auch Rasenmäher.
Roboterrasenmäher
Roboterrasenmäher arbeiten bisher alle mit akkubetriebenen
Elektromotoren. Die zu bearbeitenden Rasenflächen müssen
zuerst mit einem stromführenden Draht umgrenzt werden. Mehrere
Flächen können miteinander verbunden sein. Der vor seinem
ersten Einsatz einmalig auf Norden eingerichtete Roboter beginnt sein
Werk, wenn der Strom in der Drahtumgrenzung fließt. Dann
fährt er auf völlig willkürlich erscheinenden Bahnen die
Fläche ab, bis alle Grashalme gestutzt sind.
Der Grasschnitt wird nicht aufgesammelt, sondern als Mulch
auf die
Grasnarbe entsorgt, wo er gleichsam als Dünger verbleiben kann. Anwender- und umweltfreundlich sind die Robotermäher; sie arbeiten
energiesparend und vergleichsweise recht leise. Und - wie eingangs
schon bemerkt, ersparen sie dem Allergiker den unmittelbaren Kontakt
mit dem Medium beim Mähen.
Nachteilig ist der Aufwand bei der Drahtinstallation, vor der
ersten
Inbetriebnahme und der Einrichtung einer Ladestation. Die oft
vielfältigen Programmierfunktionen sind für jeden erlernbar.
Worauf sollte der potentielle Käufer besonders
achten?
Die kleinen und scharfen Messer, die das Gras durch Rotation
mähen
und zerkleinern, sollten zwecks Kontrolle und eventuellem Austausch
leicht zu wechseln; die Schnitthöhe - und bei Bedarf auch die
Bodenfreiheit - leicht einzustellen sein. Ein Regensensor muss das
selbsttätige Abschalten bei einsetzendem Regen sichern.
Bei der Auswahl der Größe des Roboterrasenmähers ist
Vorsicht geboten. Die angegebenen Flächenleistungen sind oft
Grenzwerte, so dass ein nächst stärkeres Modell gewählt
werden sollte. Größere Qualitätsunterschiede, die sich
deutlich im Preis ausdrücken, bestehen bei den Batterien.
Über Schutzeinrichtungen an Batterie und Motor sollte der
Mäher ebenso verfügen, wie über eine wirksame
Diebstahlsicherung. Auch ist die Möglichkeit einer Handsteuerung
sinnvoll, wenn man zum Beispiel den Roboter zur Ladestation von Hand
bewegen möchte. Über den Einsatz auf Rasenflächen mit
einem stärkeren Gefälle sollte der Fachmann konsultiert
werden.
Roboterrasenmäher werden in Zukunft verstärkt Einsatz finden.
Kleinere, teilweise noch vorhandene Unzulänglichkeiten werden
verschwinden und die Produktion höherer Stückzahlen wird
sicher auch zur Reduktion der Preise beitragen.