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Gartengemeinschaft - Rasen - Schotterrasen

Schotterrasen





Der Ausdruck „Schotterrasen“ scheint ein Widerspruch in sich zu sein oder wirft jedenfalls die Frage auf, wie etwas zugleich „Schotter“ und „Rasen“ sein kann. Gemeint ist eine Rasenform mit einem Unterboden aus Schotter oder Split, die insgesamt eine größere Haltbarkeit und Widerstandsfähigkeit bewirkt, als ein normaler Rasen. Schotterrasen wird oft dort angelegt, wo immer mal wieder Autos parken, wo viele Menschen entlanggehen oder andere größere Belastungen abzusehen sind.

Im privaten Bereich kommt ein Schotterrasen dann in Frage, wenn es darum geht, zum Beispiel Grundstückseinfahrten, die Auffahrt zur Garage oder Wege rund ums Grundstück zwar zu begrünen, aber doch gegen die zeitweilig starke Belastung zu schützen. Wo ein normaler Rasen bald kaputtgehen würde, weil der weiche Untergrund zu empfindlich ist, um von Autos oder anderen Maschinen befahren zu werden, stellt der Schotterrasen eine brauchbare Alternative dar, ebenso wie dann, wenn verhindert werden soll, dass Schotter oder Split abgetragen wird.

Zu viel sollte man von dieser Form des Rasens allerdings nicht erwarten. Wo ständig schwere Fahrzeuge bewegt werden, hält auch er solcher Belastung nicht auf Dauer statt.

Um einen Schotterrasen anzulegen kann man gut durchmischten Kalkschotter zu etwa 20 Prozent mit reifem Kompost mischen und dann etwa 30 Zentimeter dick auftragen, wobei der Schotterboden vor der Aussaat sorgfältig mit einer Walze verdichtet werden muss. Für die Aussaat ist ein spezielles Saatgut nötig, eine Mischung aus Gräsern und Kräutern, die extrem trittfest sind und auch Phasen der Trockenheit gut tolerieren können. Dabei bringt man pro Quadratmeter Saatfläche etwa zehn Gramm des Samens auf, der dann gründlich gewässert werden muss. Im Normalfall kann der Schotterrasen dann nach drei Monaten genutzt werden.

Wer möchte, dass der Schotterrasen auch recht hübsch aussieht, sollte eine Saatmischung wählen, die möglichst viele unterschiedliche Kräuter- und Grassamen enthält. Geeignet sind da Sandthymian, Schafgarbe, Wiesensalbei, Wiesenrispengras und auch die Römische Kamille.

Der Vorteil eines Schotterrasens liegt nicht nur in der relativ hohen Belastbarkeit. Er sorgt auch dafür, dass Schotter und Kies nicht abgetragen werden und verhindert, dass sich Wasser ansammeln und matschige Stellen entstehen können. Wo Schotterrasen statt einer Betonfläche angelegt wird, kann Regenwasser versickern. Das ist ein Beitrag zur Verminderung der städtischen Flächenversiegelung, wodurch Lebensräume erhalten bleiben, aber auch Abwasserkanäle und Vorfluter entlastet werden. Insofern kann der Schotterrasen als ökologisch sehr sinnvoller Umgang mit solchen Flächen betrachtet werden, die oft gedankenlos zubetoniert werden.




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Leser-Kommentare (2)

Fionn (10.09.2010 18:07:09)

Walzen ab einem Gewicht von 8 Tonnen sind geeignet, es sollte keinesfalls gerüttelt werden!



Chris (16.04.2010 15:44:45)

Das klingt als ob man es selber machen kann, aber welche Walze zum Verdichten ist geeignet?




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