Ein offener Kamin oder ein Kaminofen sorgt nicht nur an
kalten
Wintertagen für eine heimelige, wohlige und gemütliche
Stimmung. Auch an kühlen Sommerabenden verzaubert das prasselnde
Feuer den Betrachter und sorgt für eine romantische
Atmosphäre. Ein offenes Feuer übt eine Faszination aus -
stundenlang kann man in die Flammen schauen und träumen. Der Bezug
zu dem Feuer scheint aus der Urgeschichte der Menschheit zu stammen und
weckt ganz archaische Bilder und Muster in uns.
Wer einen offenen Kamin oder einen Kaminofen besitzt, braucht
auch
Kaminholz. Dieses muss mindestens - je nach Holzart - ein bis zwei
Jahre lang trocken lagern, Eiche sogar 30 Monate, sonst darf es nicht
verbrannt werden. Wenn die Restfeuchte im Holz zu hoch ist, wird durch
die entstehenden Abgase die Umwelt geschädigt.
Waldfrisches Holz kann man sich über den örtlichen
Förster besorgen. Dies ist günstig, man braucht aber
Erfahrung, eine Motorsäge und einen Anhänger zum Abtransport.
Zu Hause muss das Holz dann noch gespalten und fachgerecht gelagert
werden. Auch im Sägewerk kann Holz abgeholt werden - sowohl
frisch, als auch trocken gelagert, was noch gespalten werden muss, es
kann aber auch fertig gehackt geliefert werden.
Das Kaminholz sollte möglichst nie in Keller oder Garage
gelagert
werden, sondern immer im Freien in einem Überstand, der mit einem
Dach abgedeckt ist. Auf Abdeckfolien sollte verzichtet werden, da das
Kaminholz immer gut durchlüftet werden muss. Der Überstand
sollte möglichst nicht an der Wetterseite stehen und zu der Wand
muss auch ein Luftspalt Abstand sein.
Verschiedene Brennholzlieferanten liefern aber auch
brennfertig
gelagertes Holz. Wenn das Brennholz trocken gelagert ist, hat es noch
eine Restfeuchte von 20-25 Prozent. Üblicherweise werden folgende
Hölzer verbrannt: Pappel und Tanne, Linde, Fichte, Weide, Kiefer,
Esche und Birke, Buche und Obstbaumhölzer, sowie Eiche.
Aus den Harthölzern kann man die meiste Heizenergie gewinnen
und
Buche und Eiche brennen auch länger und man muss nicht so oft
nachlegen. Bisher gibt es in Deutschland keine Norm für
Scheitholz, bei einem Kaminofen muss man deshalb auf die passende
Größe achten.
Kaminholz gehört zu den nachwachsenden Rohstoffen und ist
somit
eine umweltfreundliche Art der Energiegewinnung. Das Kaminholz setzt
bei der Verbrennung nur soviel klimaschädliches Kohlendioxid frei,
wie vorher beim Pflanzenwachstum im Holz auch gebunden wurde. Das
lässt den Kaminbesitzer das urig prasselnde Feuer, die
züngelnden Flammen und das langsam niederbrennende Kaminholz noch
mehr genießen.