Eine gute Astschere zu finden ist für einen Laien nicht sehr
einfach. Auf den ersten Blick sehen die vielen Astscheren alle gleich
aus. Der Laie hat zwar die Möglichkeit, sich bei einem Profi nach
einer guten Astschere zu erkundigen, doch dies ist nur Ratsam, wenn
eine ganz spezielle Astschere gesucht wird.
Bei dem Kauf einer guten Astschere sollte darauf geachtet
werden, dass
die Astschere gut in der Hand liegt und natürlich auch gut
aussieht. Es ist jedoch ganz besonders wichtig, dass die Astscheren die
richtige Größe haben. Die Astschere darf weder zu groß
noch zu klein sein.
Auch sollte beachtet werden, ob eine Linkshänder- Astschere
oder
eine Rechtshänder- Astschere benötigt wird. Zudem muss die
Astschere leicht zu bedienen sein, so auch die Arretierung. Die
Arretierung ist eine Sicherung, diese sollte möglichst mit einer
Hand zu bedienen sein.
Besonders wichtig bei einer Astschere ist jedoch die
Rückstellfeder. Sie darf beim Schließen der Astschere nicht
zu stramm eingestellt sein. Die Rückstellfeder sollte stets einen
sicheren Griff garantieren. Teile, wie die Gelenke, die Schneiden und
auch die Griffe, sind bei den Astscheren sehr großen Kräften
ausgesetzt. Astscheren mit einem niedrigen Qualitätsstandart
weisen an den genannten Stellen oft Mängel auf. Astscheren mit
einem hohen Qualitätsstandart weisen solche Mängel nicht auf,
da sie einer ständigen Kontrolle unterliegen.
Die bekanntesten Hersteller von Astscheren, so zum Beispiel
auch FELCO,
zeigen sich recht kulant wenn es um Produktionsfehler geht. Sowie auch
bei der Klingenqualität. Eine gute Astscherenklinge muss, so
Stiftung Warentest, fünftausend Schnitte ohne Probleme, in acht
Millimeter starkem Buchenholz, bewältigen können. Eine
Astscherenklinge mit weniger Qualität, kann in der Regel nur
zweitausendfünfhundert Schnitte, in acht Millimeter starkem
Buchenholz überstehen.
Bedingt durch die Scherengeometrie, ist das Bedienen der
Astscheren,
auch bei gleichen Schnitten, oft unterschiedlich. Astscheren, zum
Beispiel von FELCO, passen sich der Ergonomie des jeweiligen Benutzers
an. Einige Modelle sind sogar für Personen mit kleinen Händen
konstruiert. Bestimmte Astscherer sind mit einem speziellen Rollgriff
ausgestattet. Dieser Griff verteilt die aufzuwendende Kraft auf alle
fünf Finger, so wird die Anstrengung, die das Schneiden verursacht
verringert und zugleich auch die Gefahr einer Entzündung in Hand
und Arm, deutlich minimiert.