Eine große Rasenfläche, ein kleiner Weinberg oder eine
Fläche voller Gestrüpp und Unkraut - in all diesen und manch
anderen Fällen ist für deren Pflege ein Aufsitzmäher
genau die richtige Gartentechnik. Allerdings ist bei seiner Anschaffung
vieles zu beachten, was im folgenden kurz behandelt werden soll.
Ein Kauf im Fachhandel ist dem im Baumarkt vorzuziehen.
Kompetente
Beratung und späterer Service (Werkstatt, Service, Inspektionen)
gleichen eventuelle Preisunterschiede mehr als aus.
Zum Thema Preise: Verkaufspreise zwischen 1.300 und 13.000
Euro weisen
auf die unterschiedlichen Baugrößen, Leistungsparameter und
Ausstattungsmerkmale hin. Zugeschnitten auf die konkreten
Einsatzbedingungen und persönlichen Ansprüche ist es nicht
einfach, die richtige Wahl zu treffen.
Ein wesentlicher Aspekt ist die Geländefähigkeit.
Radabstände und Gewichtsverteilung sind mitbestimmend für die
Wendigkeit und Steigfähigkeit des Aufsitzmähers. Ein
allgemeingültiger Richtwert: Radabstand vorn: 33
Zentimeter, hinten: 44 Zentimeter. Bei einer
gleichzeitig
flachen Bauweise können Steigungen bis etwa 60 Prozent
bewältigt werden.
Darüber hinaus ist eine optimale Schnittbreite
auszuwählen. Diese variiert normalerweise zwischen 50 und 100
Zentimeter. Schwierigkeit des Geländes, Anpassung an die
Motorleistung und der erforderliche Zeitaufwand sind die wichtigsten
Kriterien, um sich darauf festzulegen.
Vorteilhaft - aber auch teurer - ist es, sich für ein
hydraulisches Getriebe anstelle eines Schaltgetriebes zu entscheiden.
In Verbindung mit einer stufenlosen Geschwindigkeitsregelung, einer
Differentialsperre und einer zentralen Schnitthöhenverstellung,
ermöglicht dies ein kraftvolles Arbeiten.
Bei den meisten Aufsitzmähern ist das Mähwerk zwischen den
Achsen angebracht. Dadurch entstehen kurze Beförderungswege des
gemähten Grases in den Fangkorb. Mähwerke größerer
Schnittbreiten arbeiten oft mit zwei gegenläufigen Messern, die
eine bessere Anpassung an den Erdboden erlauben.
Beim Kauf zu beachtende Details sind weiterhin: Sollen Sitz
und Lenkrad
verstellbar sein? Startet der Motor mit Elektrostart? Wie funktioniert
die Korbentleerung? Hat das Mähdeck einen Wasseranschluss zur
einfacheren Säuberung? Ist der Aufsitzmäher auf Mulchen
umrüstbar? Wie groß ist der Tankinhalt?
Die Beantwortung dieser Fragen ergibt sich aus der
Beschaffenheit und
dem Preis der in großer Bandbreite angebotenen Modelle. Worauf
der einzelne Käufer besonderen Wert legt, ist sicher
unterschiedlich und obliegt keiner allgemeingültigen Regel.
Abschließend sei noch auf zwei Sonderformen der Aufsitzmäher
hingewiesen. Der Frontmäher besticht durch eine hohe Wendigkeit
und Bodenanpassung. Sein Mähwerk befindet sich vor der vorderen
Achse und wird durch zwei zusätzliche Räder abgestützt.
Eine Aufnahme des Grases erfolgt nicht.
Eine zweite Variante scheint in Form des Nullwendekreismähers aus
den USA bei uns Eingang zu finden. Seine Steuerung erfolgt über
zwei Lenkhebel, die mit dem Hydraulikmotor gekoppelt sind, und
letztendlich das Drehen auf der Stelle erlauben.