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Gartengemeinschaft - Gartengeräte - Axt / Beil

Axt / Beil





Die Axt im Haus erspart den Zimmermann. Diese alte Lebens- und Volksweisheit ist längst zum geflügelten Wort geworden, das gerne auch als doppeldeutiger Spott zu mancher Grobheit benutzt wird. Der tiefere Sinn erschließt sich heute manchem Zeitgenossen nicht mehr, haben viele Menschen doch in ihrem ganzen Leben weder Axt noch Beil in Händen gehalten.

Diese uralten Werkzeuge, die in den Frühzeiten der Menschheit zuerst aus Stein, dann aus Kupfer und sehr viel später aus Eisen, dann aus Stahl gefertigt wurden, muten in modernen Mietwohnungen wie Relikte vergangener Zeiten an. Mit der Verdrängung von Holzöfen und Kohleherden, wurde kein Brennholz mehr gebraucht und keine Notwendigkeit bestand, Anmachholz für den Kohleofen- oder Herd zu spalten.

Erst die Ausstattung von Wohnungen und Häusern mit Kaminen aller Art, die wieder mit Holz befeuert werden, beschert diesem echten Universalwerkzeug eine gewisse Renaissance. Im so genannten Outdoor-Bereich erfreuen sich handlich kleine Beile einer Existenz als verlässliche Helfer in edelster Ausfertigung.

Wer beginnt mit einem Beil zu arbeiten, um mit etlicher Übung immer perfektere Ergebnisse zu erzielen, kann auch wieder etwas mit dem eingangs zitierten Sprichwort anfangen. Denn es ist wahrlich nicht einfach, nur mit dem Beil – oder mit der Axt Holz zu bearbeiten. So sind die Arbeitsergebnisse eines Anfängers augenfällig grob. Kaum ein Anwender wird heute noch einen Balken mit Axt und Beil aus einem Baum heraushauen wollen – kaum ein Fachmann beherrscht diese Handwerkskunst noch.

Vielmehr wird die Axt heutzutage zum Holzeinschlag benutzt – soweit keine Motorkettensäge zur Verfügung steht. Selbst im Hobbybereich wird für das Ablängen von Holzbalken oder Stämmen eine Kettensäge benutzt, die meist mit elektrischem Antrieb ausgerüstet ist. Lediglich für das Spalten von Holz zu Kaminscheiten gelangt die Axt wieder zu Ehren.

Echte Könner hacken Holz mit der Axt, indem sie die Schneide mit weit ausholendem Schwung in den Stammabschnitt schlagen. Dann wuchten sie mit drehendem Schwung das auf der Axtschneide festsitzende Holz hoch um die dann nach oben stehende Axt auf den Hackklotz fallen zu lassen.

Die hierbei auftretenden Kräfte spalten dann das Holz. Während das Beil für das Spalten von Anmachholz benutzt wird. Kurze, brettartige Holzformate werden zu fingerdicken „Leisten“ gespalten, die dem Feuer ideale Nahrung bieten – vorausgesetzt, das Holz ist trocken.


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