Wer den zierlichen Grashalmen seines Rasens mit urwüchsiger
Kraft zu Leibe rücken möchte, der wird sich in der Regel eines
Benzinrasenmähers bedienen. Mit gängigen Motorleistungen zwischen 3 und
5 kW und etwa 3.000 Umdrehungen pro Minute - das Sichelmesser rotiert
mit gleicher Drehzahl - werden vor allem größere Rasenflächen gemäht.
Die Angebotsvielfalt diverser Geräte spiegelt sich im Preis wider,
bewegt sich dieser doch zwischen knapp 200 bis über 1.700 Euro.
Die Kosten bestimmenden Bauteile sind der Motor und das
Rasenmäherdeck.
Eine Vielzahl von renommierten Motorherstellern steuern ihre Technik
bei; zunehmend kommen für billigere Produkte Motoren aus Fernost zum
Einsatz. Über deren Qualität - vor allem bezüglich der Lebensdauer -
liegen noch keine gesicherten Angaben vor.
Während Zweitakter kaum verwendet werden, ist der
Viertaktmotor aufgrund seiner besseren Abgaswerte eindeutig in der
Überzahl. Bei den angewandten hohen Drehzahlen, kommt den Mäherdecks
besondere Bedeutung zu. Egal, ob sie aus Stahl, Aluminium oder
Kunststoff bestehen - sie müssen in jedem Fall Schäden am Messer oder
dem Deck selbst ohne Auswirkung auf den Bedienenden abfangen.
Neben den zwei Hauptbauteilen bestimmen zahlreiche
Ausstattungsvarianten den Preis. Hier sollte überlegt werden, was man
benötigt und welchen eventuell zusätzlichen Komfort man sich leisten
will.
Mindestanforderungen sind besonders an den Grasfangbehälter,
die Schnitthöhenverstellung, die Räder und den Holm zu stellen. Deren
Gestaltung sind beim Einsatz des Benzinrasenmähers mitverantwortlich
für die aufzuwendende Arbeit, Zeit und Kraft.
Eine kritische Komponente war lange Zeit die Starthilfe. Die
herkömmliche Lösung mittels Seil ist jedoch bei den neueren
Motorengenerationen kein Problem. Daneben stehen noch elektrische
Starter über Batterie oder mechanische Starthilfen mittels Feder zur
Auswahl. Der individuelle Anspruch entscheidet letztlich, wofür sich
der Käufer entscheidet.
Je größer die Rasenfläche, desto effektiver ist der Einsatz
eines Rasenmähers mit Radantrieb. Mittels fester (Gangschaltung) oder
flexibler Geschwindigkeitsregelung werden eine oder beide Achsen
angetrieben und erleichtern so die Arbeit. Um sich für eine geeignete
Variante zu entscheiden, lohnt sich generell vor einer Kaufentscheidung
ein Test mit den infrage kommenden Rasenmähern.
Erwähnt soll noch werden, dass auch Benzinrasenmäher mit
einer vorschaltbaren Walze zur Unkraut- und Moosentfernung, sowie
solche mit einer Lenkmöglichkeit das Angebot vervollständigen.
Eine abschließende Bemerkung zu den Nachteilen der
"Benziner". Neben der Lautstärke und der Umweltbelastung sind eine
entsprechend große Abstellfläche und ein höherer Wartungsbedarf zu
berücksichtigen. Ähnlich wie beim Auto, verschleißen Zündkerzen,
Luftfilter und Öl - und darüber hinaus braucht auch das Messer seinen
neuen Schliff.