Wer einen Garten hat, braucht auch Wasser, zum bewässern, um
Planschbecken zu befüllen oder für die Kinder, die im Sommer mit dem
herrlichen Nass spielen wollen. Doch Wasser ist ein kostbares Gut und
die Wasserrechnungen werden immer höher. Viele Gartenbesitzer denken
deshalb darüber nach, einen eigenen Brunnen zu besitzen. Zum Glück
leben wir in einem niederschlagreichen Land und der Grundwasserspiegel
ist gut. Wer viel Wasser verbraucht, für denjenigen ist ein eigener
Brunnen lohnend und bald fließt das wertvolle aber kostengünstige
Brunnenwasser im Überfluss.
Im Vorfeld sollte man sich bei den örtlichen Gemeinden und
zuständigen Wasserwirtschaftsämtern erkundigen und informieren. Die
Bohrtiefen und die Ergiebigkeit unterscheiden sich erheblich, auch gibt
es keine Garantie auf die Fördermenge und die Wasserqualität. In der
Regel wird ein Kleinbrunnen angelegt, heutzutage bohrt man Brunnen
tiefer, damit auch im Sommer, bei großer Hitze noch genügend Wasser
bereitgestellt werden kann, denn im Hochsommer sinkt der
Grundwasserspiegel.
Die alten Handschwengelpumpen werden heute von Elektropumpen
abgelöst, diese allerdings senken den Wasserstand im Brunnen beim
Abpumpen, deswegen ist eine ausreichende und tiefe Bohrung notwendig. Wer selbst einen Brunnen bohren will, braucht einen Brunnenbohrer bzw.
ein Brunnenbohrgerät.
Preisgünstig werden manuelle Brunnenbohrer angeboten. Diese
sind für leichte Böden wie Sand, Lehm oder Ton geeignet. Ein
Brunnenbohrer verfügt überVerlängerungen. welche aufgesteckt werden
können. Diese lassen eine Bohrung bis knapp 10 Meter zu. Darüber hinaus
verfügen diese über einen Handwendel zum Drehen des Bohrers.
Beachten Sie, dass es sich hierbei um eine kraftaufwendige,
zeitintensive und schweißtreibende Angelegenheit handelt. Die
Handarbeit wird einem aber auch abgenommen - als teurere Variante
werden ganze Brunnenbohrsets angeboten. Diese bestehen aus einem
Bohrgestell, einem Bohrer, den Verlängerungen und einem Seilzug, sowie
einem drehmomentstarken Motor mit Rechts- und Linkslauf und einer
Kiesbüchse.
Dieses Gerät eignet sich auch für härtere Böden und schon
nach kurzer Zeit hat man bis zum Grundwasser gebohrt. Brunnenbohrer und
Brunnenbohrgeräte lassen sich auch kostengünstig gebraucht kaufen, in
Online-Auktionshäusern werden diese preisgünstig versteigert und können
nach Gebrauch wieder weiterverkauft werden.
Die Investition lohnt sich und macht sich schon nach kurzer
Zeit bezahlt. Bei allem Enthusiasmus sollten Sie stets beachten, dass
zu einer Brunnenbohrung Erfahrung gehört. Ist diese nicht vorhanden,
muss die Bohrung von einer erfahrenen Person begleitet werden. Ist man
bei der nötigen Bohrtiefe, muss das Bohrloch geflutet werden, damit
kein Sand nach oben spült. Erst daraufhin folgt das Wasserrohr, welches
für die Filterung zuständig ist, damit klares Wasser fließen kann.
Beachten Sie, dass dieses jedoch keine Trinkwasserqualität besitzt. Die
Tauchpumpe wird in den Brunnen gesenkt und mit ihr der Wasserhahn
gekoppelt. So können bis zu 1.000 Liter pro Stunde kostenfreies Wasser
gefördert werden.