Bei nur wenigen Gartengeräten prallen die Meinungen von
Befürworter und Gegner so aufeinander, wie beim Laubsauger. Dabei haben
Haus- und Gartenbesitzer alle annähernd gleiche Probleme mit Unrat und
Staub auf. Wegen oder Terrassen und dem gefallenen Laub im Spätherbst. Entweder
kehren, rechen oder kratzen - oder aber saugen oder blasen mit Hilfe
eines Laubsaugers.
Da hilft nur, die Vor- und Nachteile gegeneinander abzuwägen
und danach die richtige Entscheidung zu treffen.
Ausnahmsweise zuerst etwas zu den Nachteilen. Der mittels
Strom oder Benzin betriebene Motor verursacht zum einen ziemlichen Lärm
und beim Benziner auch Abgase. Andererseits - und das ist wohl der
kritischere Aspekt - wird besonders beim Saugen recht rigoros in das
ökologische Gleichgewicht eingegriffen, indem die Kleinlebewesen wie
Spinnen, Käfer, Asseln aber auch kleinere Amphibien keine Chance haben,
dem sie vernichtenden Luftsog zu entkommen.
Teilweise lässt sich diese Problematik dadurch entschärfen,
dass man unter Hecken und Sträuchern auf den Einsatz des Laubsaugers
verzichtet, um in den dort verbleibenden Laubresten Unterschlupf und
Nahrungsquelle für diese Tiere, aber auch Igel, Kleinsäuger und Vögel
zu belassen.
Nun aber zum Laubsauger und dessen Vorteilen selbst. Im
privaten Bereich scheint der Einsatz elektrisch betriebener Laubsauger
zu überwiegen. Trotz der dadurch notwendigen Ortsgebundenheit lassen
sich allerlei Unrat, Schmutz und Laub mittels Luftstrom zusammenblasen.
Möchte man Laub aufsaugen, kann dies über einen integrierten
Häcksler zerkleinert und im Fangsack, der wenigstens 30 Liter fassen
sollte, deponiert werden. Um diese zwei unterschiedlichen Funktionen
praktisch zu verbinden, lassen sich Laubsauger heute meist auch als
Laubbläser einsetzen.
Hat man größere Flächen zu bearbeiten, ist es ratsam, statt
des handgetragenen Laubsaugers, einen fahrbaren auszuwählen. Einfach zu
bedienen sind Modelle mit Einhandgriff und höhenverstellbarer
Ansaugöffnung. Ihr Einsatz ist auf Rasenflächen genauso möglich wie auf
Garten- oder Gehwegen und befestigten Flächen. Sie sind bereits zu
Preisen unter 100 Euro zu erhalten.
Teurer sind die Benzin-Laubsauger, die für den
ortsveränderlichen Einsatz vorteilhaft sind. Deren Saug- oder
Blasleistung und die Häckselfunktion sind durch meist stärkere Motoren
vor allem für größere Flächen ausgelegt. Sie können mit eigenem
Fahrantrieb ausgestattet sein und haben oft auch Anschlussmöglichkeiten
für arbeitserleichterndes Zubehör.
Vom potentiellen Käufer muss in jedem Fall entsprechend des
zu erwartenden Einsatzes entschieden werden, mit welcher
Leistungsstärke und zu welchen Arbeitsbedingungen man welches Modell
auswählt. Davon hängt letztendlich auch der Preis ab, der bei Nutzung
aller gebotenen Möglichkeiten durchaus die 1.000 Euro-Grenze
überschreiten kann.