Leitern gibt es schon seitdem der Mensch das Bedürfnis
verspürte, irgendwo hinauf zuklettern um sich selbst oder andere
in Sicherheit zu bringen, Vorräte zu speichern und auch zu retten,
definitiv aber mit dem Baubeginn von Häusern, die mehr als ein
Stockwerk haben.
Wer wann wo zum ersten Mal ein Gerät konstruierte, welches
über Sprossen verfügt, die links und rechts in Holme
eingefügt sind, ist völlig unbekannt. Man kann aber wohl
davon ausgehen, dass Leitern zuerst nur Baumstämme mit Trittmulden
waren. Heute sind Leitern aus dem Arbeitsalltag nicht mehr wegzudenken.
Sie bestehen aus Stahl, Holz, Aluminium und Kunststoff.
Es gibt Leitern, die an eine Wand gelehnt werden, die
Anstell-Leitern,
Leitern, die freistehen, so genannte Bockleitern und natürlich
Einhängeleitern und Strickleitern. Letztere werden in
Baumhäusern, auf Schiffen und in Helikoptern genutzt. Was beim
Baumhaus noch Spiel und Spaß ist, kann auf dem Schiff oder im
Helikopter leben retten. Aus verständlichen Gründen
wären hier starre Leitern äußerst unpraktikabel, denn
sie sind zu groß zu schwer und zu sperrig.
Etwas das bei jeder Leiterarbeit zu beachten ist, ist dass
die
Leiterlänge größer sein muss, als die Arbeitshöhe,
da die Leiter in einem Winkel an die Wand gelehnt werden muss. Nur dann
ist das Arbeiten auf Leitern auch in großer höhe (aber nicht
mehr als 7 Meter) sicher. Seit einiger Zeit schon gibt es Leitern, die
zwei Gelenke haben und damit zu Arbeitstischen oder auch mini
Gerüsten für Arbeiten an der Zimmerdecke ungewandelt werden
können.
Ein praktischer Gedanke, allerdings sind im Gelenkbereich die
Abstände der Sprossen größer und man muss aufpassen,
nicht daneben zu treten. Viele Heim- und Handwerker lehnen diese Art
Leiter jedoch ab, da sie zu Instabilität neigen. Überhaupt
ist es von größter Wichtigkeit - gerade bei Leitern - mehr
auf Qualität zu achten, als auf den Preis. In jedem Fall
sollten sie TÜV geprüft sein. Denn niemand möchte, dass
in vier Metern höhe die Leiter einfach einbricht.