Es gibt wohl kaum jemanden, der nicht irgendwann in
Renovierungsarbeiten gesteckt hat. Wer das erlebt hat, weiß, dass
eines dabei ganz sicher ist - der Schmutz ist irgendwann überall.
Gerade Arbeiten wie das Bohren sorgen dafür, dass feinster Staub
nicht nur in Augen, Nasenlöcher und zwischen die Zähne
gelangt, sondern dass sich dieser Staub auch in Windeseile in Ecken
befindet, die weitab von der eigentlichen Bohrstelle sind.
Das ist im Außenbereich oder im ohnehin noch schmutzigen
Rohbau
auch kein Problem. Wer aber in der fertig eingerichteten Wohnung ein
Loch in die Wand bohrt, merkt schnell, wie effizient sich der Bohrstaub
im gesamten Zimmer verteilt. Auch das Bohren in Räumen, in denen
Computer stehen, macht Probleme, die durch den Bohrstaub verursacht
werden. Der Staubsauger, der von einer zweiten Person unter das
Bohrloch gehalten wird, ist eine Lösung für gelegentliche
Bohrarbeiten von Hobbyhandwerkern. Aber aus dieser Technik heraus haben
kluge Köpfe entsprechend professionelle Abhilfe geschaffen, die
nicht nur die Hausfrau erfreut.
Das Geheimnis und die Lösung dieses Problems heißt
Saugbohrer. Im Prinzip handelt es sich bei diesem Werkzeug um eine
Hammerbohrerart. Der hohle Bohrschaft macht aber möglich, dass der
Steinstaub, der sich bei den Bohrarbeiten zwangsläufig ergibt, mit
Hilfe eines Spülkopfes und eines Sauggebläses von der
Bohrerscheide entfernt wird.
Das staubfreie Bohren mit dem Bohrhammer ist durch diese
geniale
Technik tatsächlich möglich. Bohrlöcher können mit
diesem Saugbohrer in Beton, Natur- und Kunststein und auch in sonstige
Mauerwerke aller Art gebohrt werden. Die Wendel, die dem Heimwerker von
den handelsüblichen Bohrern bekannt ist, wird in diesem Bohrer
nicht benötigt, denn diese dient nur dazu, den Bohrstaub
während der Arbeit aus dem Bohrloch zu befördern - und genau
das ist mit dem Saubohrer bis zu einer Stärke von 14 Millimeter
eben nicht mehr nötigt. Die Öffnung im Bohrerkern ist - je
nach Bohrergröße - zwischen drei und sieben Millimeter dick.
Diese Saugbohrer stoßen nur bei zwei Anforderungen an ihre
Grenzen. Die erste ist gegeben, wenn das zu bohrende Gestein nass ist.
Der Bohrstaub verklumpt dann und verstopft die Absaugöffnung.
Ziegelsteine - als sehr splitterndes Gestein - sind die zweite Probe,
die der Saugbohrer nicht problemlos besteht.
Für eine richtig gute Maschine müssen schon mindestens 100
Euro investiert werden. Ersatzbohrer werden ab rund 25 Euro im
Zehnerpaket angeboten.