Wer schnell eine Hecke zum Sicht- oder Windschutz braucht und seine
Privatsphäre genießen möchte, trifft mit einer Bambushecke genau die richtige
Wahl. Denn es gibt kaum andere Heckenpflanzen, die so eine Vielzahl von Vorzügen
anbieten kann.
Bambus hat eine hohe Wachstumsgeschwindigkeit, dank der der gewünschte Schutz
innerhalb kürzester Zeit erreicht werden kann. Abhängig von der gewählten Sorte
hat diese Pflanze eine oder zwei Wachstumsphasen pro Jahr. Die neuen Halme
wachsen in diesen Phasen innerhalb weniger Wochen bis sie ihre neue Endhöhe
erreicht haben. Der Höhenzuwachs des Bambus beträgt dabei von einem Viertel bis
zu einem Drittel der bisherigen Heckenhöhe.
Bambushecken mit Fargesia in verschiedenen Arten und Sorten können eine
bodenebene Blatt- und Halmdichte aufweisen. Die Seitenzweige bei ausgewachsenen
Phyllostachys bilden sich dagegen erst ab 2 m aus. Diese Sorten eignen sich also
eher für den Sicht- und Windschutz in höheren Regionen. Als Ausnahme gelten
hierbei Phyllostachys – Hecken, deren Höhe durch Schnittmaßnahmen begrenzt wird.
In diesem Fall bilden sich Seitenzweige auch im unteren Bereich der Pflanze.
Der Lebendigkeit und Schönheit einer Bambushecke kann sich kaum jemand
entziehen. Besonders das Windspiel der sich hin und her bewegenden einzelnen
Bambushalme zieht den Beobachter in seinen Bann. Der dichte, lebendige
Blätterwall ist auch von vielen Tierarten beliebt. Dieses Dickicht wird oftmals
von Vögeln benutzt, die sich im Blätterdschungel ihre Nester anlegen.
Ein weiterer Vorteil einer Bambushecke besteht daran, dass Bambus eine
immergrüne Pflanze ist, die mit seinem filigranen Blattwerk alle Blicke auf sich
zieht. Besonders schön ist der Kontrast des satten Grüns zu einer
Schneelandschaft. Deshalb sollte beim Kauf der Bambussorte unter anderem auch
auf die Frosthärte geachtet werden.
Was die Pflegemaßnahmen einer Bambushecke betrifft, so sind sie auch für
Anfänger in Sachen Bambus sehr einfach zu überschauen. Gedüngt werden Bambusse
nur während der Vegetationsperiode. Es können sowohl organische Dünger
(Rinderdung etc.) als auch synthetische Langzeitdünger verwendet werden. Bei
synthetischem Dünger sollte auf jeden Fall eine Überdüngung vermieden werden.
Bei Neuanpflanzungen ist bei Trockenperioden beziehungsweise großer Hitze zu
wässern, um das Anwachsen des Bambus zu erleichtern. Im Laufe der Jahre werden
die feinen Wurzeln so weit in die Erde vordringen, dass die Bambushecke auch
diese Phasen leicht überstehen wird.
Die Bambushecke kann sowohl frei wachsen als auch durch das regelmäßige
Schneiden (in der Höhe/seitlich) formiert werden. Der richtige Zeitpunkt für
Schnittmaßnamen ist dann, wenn die neuen Bambushalme ihre Wachstumsphase beendet
haben und die Seitenzweige sich zu entfalten beginnen. Der Bambus soll in einer
Höhe, die die Bambushecke nachher haben soll und zwar direkt über einer Nodie
geschnitten werden. Seitlich erfolgt der Rückschnitt nach Bedarfslage. Eine
kompakte und dichte Bambushecke bietet auf jeden Fall einen hundertprozentigen
Sichtschutz.