Aufgrund seiner qualitativ hochwertigen Eigenschaften wird gerade für die Auslegung des Terrassenbodens gerne das aus Ostasien stammende Hartholz Bangkirai verwendet. Die beträchtlichen Festigkeitswerte, einträgliche Widerstandsfähigkeit gegen Pilze und Insekten, sowie der möglichen großen Abmessungen erlauben den dienlichen Einsatz in Bereichen mit hoher Beanspruchung wie z. B. dem Schiffs- und Brückenbau sowie eben der Gartengestaltung.
Botanisch gehört Bangkirai zur Gattung Shorea leavis – einem bis zu 50m hohem Laubbaum -, die internationale Bezeichnung ist Yellow Balau. Häufig findet der Käufer im Handel die Bezeichnung Red Ballau, welches aber nicht das echte Bangkirai bezeichnet, da es in der üblichen Verwendung Holzeigenschaften von geringerer Qualität aufweist.
Das gelblich-braune bis olivbraune Holz sieht nicht nur edel aus, sondern lässt sich auch einfach verarbeiten, z. B. mittels einer stilisierten Säge. Wird das Holz vernagelt bzw. Verschraubt ist eine Vorbohrung entscheidend notwendig. Wegen der Inhaltsstoffe des Holzes sollte bei der Bearbeitung auf Edelstahlschrauben zurückgegriffen werden, da durch Eisen sonst blauschwarze Flecken entstehen. Frischer Bangkirai kann unter Umständen braune Flecken aufweisen (Bluten), welche aber nicht behandelt werden müssen, da sie nach einigen Monaten ohne Zutun verschwinden. Wegen des Wechseldrehwuchses kann es beim Hobeln des Holzes zum Aufreisen kommen.
Gartenfreunde können für die Optik zwischen Bangkirai-Terrassenfliessen wie auch Bangkirai-Terrassenbohlen wählen, Letztere sind mit einer zweifachen Riffelung erhältlich. Ob der Erbauer die Seite mit der Fein- oder die mit der Grobriffelung als Sichtseite wählt, bleibt ganz dem eigenen Geschmack überlassen.
Bangkirai ist zwar witterungsbeständig, trocknet jedoch nur langsam und neigt zu Rissen. Um stehendes Wasser zu vermeiden, sollte daher bei der Unterkonstruktion auf ein ausreichendes Gefälle geachtet werden. Häufig sind so genannte Pinholes bei dem Holz zu finden. Diese sind Wurmlöcher des Ambrosiakäfers, welcher am lebenden oder frisch gefällten Baum rastlos ist. Da er im Schnittholz keine Gefahr mehr darstellt, werden die kleinen Löcher vom Handel nicht als Holzfehler gewertet. Bei der Erstellung des Terrassenbodens müssen die einzelnen Segmente mit Dehnungsfugen verlegt werden, um beim Ausdehnen bzw. Zusammenziehen des Holzes (Arbeiten) Schäden zu vermeiden.
Die Pflege von Bangkirai gestaltet sich recht einfach, da sie kaum erforderlich ist. Um eine silbergraue Verfärbung zu vermeiden, sollte Hartholz-Öl einmal jährlich aufgetragen werden. Für die Reinigung eignet sich grüne Seife.
Aufgrund der hohen Dichte und des Ölgehalts kann sich der Besitzer bis zu 30 Jahre an einem treuen Wegbegleiter durch kalte und warme Jahreszeiten erfreuen.
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