Ein Bauerngarten wird nach dem Vorbild mittelalterlicher
Klostergärten gestaltet und ist gleichzeitig Zier-und
Nutzgarten. Der traditionelle Bauerngarten wird durch seine
geometrische Form geprägt. Er ist in vier Beete unterteilt, in
deren Mitte sich ein Rondell befindet, von dem aus kreuzförmig
Wege durch den Garten gehen. Das Rondell wird von einem Baum, einem
Rosenstrauch oder einem Brunnen geziert.
Gartenwege sind oft aus Kies oder Rindenmulch und Beet-Einrahmungen aus
Buchsbaum. Angepflanzt werden viele heimische Pflanzensorten, die schon
seit dem Mittelalter genutzt werden. Der Garten wird mit Blumen,
Obstbäumen, Beerensträuchern, Gemüse und
Kräutern bepflanzt und wird von einem Holzzaun oder einer
Hecke umgeben, bei kleineren Gärten ebenfalls aus Buchsbaum,
bei größeren Gärten auch aus
höheren Heckenpflanzen wie Liguster oder Ilex.
Neben den traditionellen viereckigen Bauerngärten
gibt es auch andere Formen, die je nach Geschmack gestaltet sind. Man
kann den Bauerngarten individuell anlegen, er sollte jedoch möglichst natürlich aussehen und
keine Elemente aus Kunststoff, Beton oder Metall enthalten.
Bei der Anlage des Gartens sind einige Tipps zu
beachten:
Der Bauerngarten sollte nach Süden ausgerichtet
sein, damit die Pflanzen genügend Sonne bekommen und es sollte
eine Bewässerungsmöglichkeit vorhanden sein, z.B.
eine Regenrinne oder ein Wasseranschluss.
Die richtige Zeit, um einen Bauerngarten anzulegen, ist im
Herbst, da in dieser Zeit Stauden und Sträucher gepflanzt
werden können. Als wichtige Regeln zur Bepflanzung gelten: Man
sollte keine hoch wachsenden Bäume im Bauerngarten anpflanzen,
da sie den anderen Pflanzen das Licht wegnehmen. Buchsbaumhecken
sollten aus klein wachsenden Sorten bestehen, ansonsten müssen
die Hecken zu oft geschnitten werden.
Das Gemüsebeet wird nicht mit mehrjährigen Stauden
oder Sträuchern bepflanzt, denn die nächste Aussaat
von Gemüse wird dann erschwert. Einjährige
Sommerblumen hingegen können zwischen das Gemüse
gesät werden. Nutzt man Kräuter als
Küchenpflanzen, sollte der Kräutergarten nicht zu
weit vom Haus entfernt sein. Die Wege müssen so angelegt
werden, dass Wasser abfließen kann. Bei der Pflanzenwahl ist
es hilfreich, sich zu informieren, welche Sorten sich gut
ergänzen, da viele Pflanzen bestimmte Schädlinge
abwehren, für die andere anfällig sind.
Da die Gartenanlage eine sorgfältige Planung
erfordert, ist es wichtig, sich vorher zu informieren, was dabei zu
beachten ist, z.B. in Fachbüchern zum Thema oder bei
professionellen Gärtnern.
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