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Gartengemeinschaft - Gartengestaltung - Betonpalisaden

Betonpalisaden





Um Gelände abzufangen oder Treppen seitlich abzustützen, sind Betonpalisaden, auch Stelen genannt, unerlässlich. Betonpalisaden werden als ausgeklügeltes Stecksystem mit eingebauten Rundungen angeboten, die auch eine runde Linienführung erlauben, sowie im Achteckformat, keilförmig und als klassisches Rechteck, es sind aber auch Kombinationen, beispielsweise rechteckige in Verbindung mit runden Palisaden, möglich. Des Weiteren sind natürlich runde als auch Palisaden mit Kehlung erhältlich, die fast nahtlos ineinander greifen. Betonpalisaden mit Natursteinfinish sind preisgünstiger als Palisaden aus Naturstein, wirken aber dennoch edel.

Da die Betonpalisaden einiges an Gewicht halten müssen, ist ein sorgfältiger Unterbau zwingend notwendig. Betonpalisaden werden - im Gegensatz zu Holzpalisaden, die in der Regel 2/3 eingegraben, eingeschlagen oder einbetoniert werden - lediglich zu 1/3 einbetoniert. Das Eingraben oder Einschlagen von Betonpalisaden ist nicht möglich, das Setzen in Beton ist Pflicht, die schweren Palisaden würden sonst beim Begehen der Treppe oder des Geländes wegkippen.

Der Unterbau, auf den die Betonpalisaden gesetzt werden, muss frostunempfindlich sein. Daher ist es erforderlich, den Boden etwa 50 cm tief und ca. 2 m breit auszuschachten. Anschließend ist eine Schicht grober Schotter aufzubringen, der eine gute Wasserdurchlässigkeit aufweist. Diese Schicht ist sorgfältig mit einem Rüttler zu verdichten. Rüttler können im Baumarkt oder Baustoffhandel gemietet werden. Anschließend können die Betonpalisaden mittig auf die verdichtete Fläche gesetzt und zu 1/3 einbetoniert werden. Damit der Beton nicht wegfließen kann, sollten seitlich jeweils Schalungsbretter in passender Höhe angebracht werden, die nach einigen Tagen wieder entfernt werden können.

Die Betonpalisaden, die nach ca. einer Woche, je nach Jahreszeit, vollständig belastbar sind, werden anschließend von hinten mit einer Mauerschutzbahn, zum Beispiel einer Noppenfolie, versehen, die bündig mit der Oberkante abschließen sollte. Die Folie sollte etwa 50 cm über den Boden bzw. das verdichtete Schotterfundament gezogen werden, damit Wasser so weit wie möglich vom Fundament und den einbetonierten Palisaden abgeleitet wird, da andernfalls Wasser in das Fundament eindringen und bei Frost durch gefrierendes Wasser die Palisaden Hochdrücken kann. Ferner können durch gefrierendes Wasser Risse im Beton entstehen, die die Palisaden in ihrer Stabilität gefährlich beeinträchtigen können. Schließlich ist die Palisadenwand rückseitig mit Sand, Schotter oder Kies bis zur Oberkante aufzufüllen.
Diese Entwässerungsschicht sollte etwa dreimal so breit wie die Palisade sein.

Ein letzter Tipp: In der Nähe von Palisadenwänden sollten keine Bäume gepflanzt werden, insbesondere keine, deren Wurzeln in die Breite wachsen, da die Wurzeln durch die Zwischenräume der Palisaden wachsen und so die Stabilität der Palisadenwand gefährden können.




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