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Gartengemeinschaft - Gartengestaltung - Böschung abfangen durch Stützmauer

Böschung abfangen durch Stützmauer





Zur naturnahen Landschaftsgestaltung gehören auch bauliche Eingriffe. So können Böschungs- und Hangbefestigungen, als Vegetationsmauern oder bepflanzte Trockenmauern gebaut, weit mehr sein, als bloße Befestigungen, die sich harmonisch in die Landschaft einfügen.

Schon alte Kulturen haben an steilen Böschungen und Hängen Stützmauern zur Befestigung von Grund und Boden errichtet, um auf den dadurch entstandenen Terrassen Acker- und Gartenbau betreiben zu können. Für die Erstellung von Stützmauern können Steine, Ziegelstein, Betonsteine, aber auch Montagewandsteine herangezogen werden.

Die aktuellen und vielseitigen Montagewandsteine sind aus natürlichen Rohstoffen gefertigt und eignen sich daher besonders für naturnahe Gartengestaltung.

Um einen ungenützten steilen Hang zu nutzen und aufzuwerten lohnt es sich durch eine Stützmauer die Böschung abzufangen. Bei massiv unsicheren Bodenverhältnissen empfiehlt es sich, die Stützmauer zu betonieren und mit Armierungseisen zu versehen, jeweils mit Verbindung zur Bodenplatte oder zu den Fundamenten. Verstärkte Stützmauern stellen eine Methode dar, das Wegrutschen von Erdreich und Bodenmaterial zu verhindern. Dabei soll das Erdreich selbst ein wesentlicher Bestandteil der Baustruktur werden. Die Wände liefern die strukturelle Flexibilität.

Dafür wird zunächst die geplante Breite der Mauer vermessen und markiert, anschließend an der unteren Begrenzung ein ca. 70 cm tiefer, ebener Fundamentgraben ausgehoben, und eine Betonbodenplatte betoniert. Auf diese Betonbodenplatte werden die gewählten Mauersteine, leicht gegen den Hang geneigt, aufgesetzt. Benötigt die Stützmauern zusätzliche Verstärkung, werden Armierungseisen von oben durch die Öffnungen der Mauersteine gestoßen, bis ca. 5 cm in den Boden versenkt und dann mit Beton oder einem anderen Material ausgegossen.

Ist der Boden des Hanges nass und feucht, besteht die Gefahr, dass er rutscht und so auf die Stützmauer extremen Druck ausübt, bis sie bricht. Um dies zu verhindern, muss die Bodenfeuchtigkeit niedrig gehalten und die Böschung durch zusätzliche Methoden stabilisiert werden. Ohne die Oberseite der Böschung umzugestalten, kann das Grundwasser der Böschung mit einer Drainage abgefangen, das Wasser vom Stauen abgehalten und das Problem gemildert werden.

Dazu legt man unter das Fundament, bis weit hinter die Mauer Drainagerohre, deren Auslassöffnungen sich vor der Stützmauer befinden. Anfallendes Wasser kann großzügig im vorderen Gartenbereich entwässert werden. Hinter der Mauer wird mit porösem Auffüllmaterial aufgeschüttet. Eine ausreichende Entwässerung geschieht unter Verwendung von gutem, sauberem Kies oder Sand, Materialien, die nicht Wasser speichern, aber es zu der Drainage am Boden schnell leiten und dann durch einen Ausfluss ausfließen lassen. Große Felsen, Steine an der Unterseite, der Böschungssohle stärken mit ihrer Stabilität das Erdreich, denn hier wirkt der Massedruck am höchsten. Werden sie in den Boden versenkt, desto besser wirkt die Haltekraft.

Bei einer Stützmauer aus Montagebausteinen werden die Steinreihen in Trockenbauweise aufeinander geschichtet, die Hohlräume der Steinreihen zur Hälfte mit Kies oder einem anderen wasserdurchlässigen Material und etwas Erde gefüllt, leicht verdichtet und mit geeigneten Pflanzen begrünt.


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