Ein eigener Garten ist eine schöne Sache. Er bietet
zahlreiche Möglichkeiten zur Entspannung und zur aktiven
Freizeitgestaltung. Auch die Möglichkeit, sich
Früchte oder Gemüse für den eigenen Bedarf
selbst anzubauen, ist eine tolle Sache, die nicht nur Spaß
macht, sondern auch gutes Geld sparen kann. Zu den wenigen Nachteilen,
die der eigene Garten mit sich bringt, gehören die je nach
Gartengröße nicht unbeträchtlichen
Bewässerungskosten. Wer Trinkwasser verwendet, zahlt nicht nur
für das entnommene Frischwasser, sondern die
Abwassergebühren gleich mit, auch wenn das Wasser im Garten
landet und gar nicht durch den Kanal abgeleitet wird. Und so stellt
sich manch einem Gartenbesitzer die Frage nach
Einsparmöglichkeiten in diesem Bereich.
Viele Garteneigner spielen mit dem Gedanken, auf ihrem
Grundstück einen eigenen Grundwasserbrunnen anzulegen, um
für die Gartenbewässerung nicht auf das
kostenintensivere und wegen seines teils hohen Kalkgehaltes oft auch
weniger geeignete Trinkwasser zurückgreifen zu
müssen. Das auf dem eigenen Grundstück
geförderte Grundwasser steht einem schließlich
kostenfrei zur Verfügung. Nach dem Bau des Brunnens schlagen
in der Regel lediglich die Wartungskosten und die Stromkosten
für die Pumpe zubuche, was die Haushaltskasse merklich
entlasten kann. Bei der Planung eines Grundwasserbrunnens gilt es
jedoch, einiges zu beachten.
In vielen Bundesländern ist der Bau eines Grundwasserbrunnens
genehmigungspflichtig. In anderen müssen die geplanten
Bohrarbeiten den zuständigen Behörden zumindest
mitgeteilt werden. Zuständig sind entweder die
örtliche Kreisverwaltung oder aber die Wasserbehörde,
eine einheitliche Regelung gibt es in Deutschland nicht.
Vor Beginn der Bohrarbeiten ist zudem die Erstellung eines
Bodengutachtens nötig, das darüber Aufschluss gibt,
wie tief gebohrt werden muss, um an das Grundwasser zu gelangen und das
mit nicht unerheblichen Kosten verbunden ist. Die weiteren Kosten
hängen stark von der Beschaffenheit des Untergrundes ab.
Grundwasserbrunnen werden in einem zu erweiternden Schacht erstellt.
Zunächst wird bis zur Wasserführenden Erdschicht
gebohrt und anschließend das Brunnenrohr verlegt. Liegen
feste Gesteinsschichten zwischen Erdoberfläche und
Wasserführender Schicht, kommt dabei eine so genannte Ramme
zum Einsatz. Zusätzlich zum Brunnenrohr benötigt man
für den Brunnen noch Materialien wie Filter, Schalter und
natürlich eine geeignete Pumpe, für die auch eine
Stromversorgung gewährleistet werden muss. Für die
Schachtwände kommt meistens Beton zum Einsatz.
Plant man einen Grundwasserbrunnen für den eigenen
Garten, sollte man in jedem Falle einen Fachbetrieb mit den Arbeiten
beauftragen. Die Betriebe kümmern sich nicht nur um eine
fachgerechte Ausführung der Arbeiten, sie kennen sich auch
meist mit den örtlichen Bestimmungen aus. Daher
können sie behilflich sein, wenn es gilt, Genehmigungen
einzuholen und wissen, an welche Institutionen man sich wenden muss.
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