Kein noch so schöner ebener Garten bietet so reichhaltige Gestaltungsmöglichkeiten wie ein Hanggrundstück. Bei einer Terassierung bedeutet es zwar zeitlichen und finanziellen Mehraufwand, aber so individuell wie die Geländeform ist, lässt sie sich auch gestalten. Ein Hang bietet die Möglichkeit besondere optische Akzente zu setzen. Er wird immer ein Blickfang sein, nicht nur im großen Garten. Je nach dem ob man die Fläche durch Terrassen gliedern oder in seiner ursprünglichen Form erhalten will, kommen verschiedene Möglichkeiten in Betracht.
Eine Alternative sind Mauern. Gemauerte Stützmauern sind stabil und haltbar und ein geeigneter Hintergrund für Kletter -und Schlingpflanzen. Allerdings sind sie sehr teuer und nicht direkt bepflanzbar.
Diesen Vorteil bieten Trockenmauern. Wenn man die Steinzwischenräume reichlich mit Erde befüllt, bietet man Steingartenpflanzen optimale Bedingungen.
Auch der Handel bietet vielfältige Möglichkeiten zur Hangbefestigung und gleichzeitiger dekorativen Gestaltung. Diese lassen sich gegebenenfalls auch miteinander kombinieren.
Ziemlich neu und nicht nur in der Gartengestaltung, sind Gabionen. Dies sind mit Steinen befüllbare Drahtgitterkörbe. Sie bieten zum Beispiel Steingartenpflanzen sehr gute Wachstumsbedingungen. Sie lassen sich sehr schön mit Palisaden und Mauerscheiben dekorieren.
Palisaden bietet der Handel in Holz und Stein an. Holzpalisaden sind leider nur begrenzt haltbar. Felsen, Findlinge und Bruchsteine sind eine dauerhaftere, aber auch kostspieligere Lösung. Pflanzkübel und Böschungsringe sind eine preiswertere Alternative. Sie lassen sich ebenso nutzen zur Errichtung bepflanzbarer Mauern, wie zur Anlage von Terrassen.
Es ist aber nicht nur wichtig das Hangende zu befestigen, auch der Hang selbst sollte bepflanzt sein um Bodenkorrision zu vermeiden. Die Pflanzen müssen robust genug sein um gelegentliche Trockenheit und auch eine wechselnden Wasserversorgung zu überleben. Leider ist dies an Hängen und Böschungen nicht vermeidbar.
Gerade nach Erdarbeiten ist zu berücksichtigen, dass es Wochen und Monate dauern kann bis das Erdreich sich gefestigt hat. Zur Überbrückung biete der Handel Mulchfolien an. Hiermit lassen sich Auswaschungen bei frischer Bepflanzung vermeiden. Sie verhindert auch einen Bewuchs mit Unkraut an schwer erreichbaren Stellen. Bei der Anlage mit Rasen ist zu bedenken, dass eine fast ganzjährige, oft mühselige Pflege notwendig ist.
Die Nutzung von Bodendeckern ist eine pflegeleichtere Lösung. Aber auch hier sollten die Pflanzen leicht vom Weg aus erreichbar sein. Durch die Unterteilung des Hanges in Terrassen, bieten sich vielfältigere Optionen der Bepflanzung. Auf Terrassen wachsen auch etwas anspruchsvollere Pflanzen, da das Wasser eine längere Verweildauer hat.
Die Anlage eines Terrassengartens sollte vorher genau geplant sein. Nicht nur die Wuchshöhe der Pflanzen auf den einzelnen Terrassen sollte bedacht sein, sondern auch die Möglichkeiten die Pflege bewerkstelligen zu können. Das Internet ist sicher die größte Informationsplattform. Aber auch Gartencentern oder Baustoffhandel bieten vor Baubeginn genügend Informationsmöglichkeiten. Anregungen bieten Gartenschauen, Grünanlagen, Parks oder auch Bücher.
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