Wer ein Hanggrundstück gestalten soll steht meistens vor einer schweren Aufgabe. Viele Faktoren müssen berücksichtigt werden. Gleichzeitig sind hier der Phantasie keine Grenzen gesetzt und es gibt viele Möglichkeiten der Umsetzung. Die Art und Weise der Gestaltung hängt in erster Linie von der Hangneigung und der Größe des Grundstückes ab. Weitläufige Grundstücke lassen sich besser in die Umgebung einbinden durch natürliche Ausformung. Kleinere Grundstücke lassen hier relativ wenig Spielraum.
Um die Höhenunterschiede zu überwinden müssen Podeste, Treppen oder Rampen angelegt werden.
Wofür soll der Hang genutzt werden?
Bei der Planung des Hanggartens sollte die vorwiegende Nutzung bedacht werden. Muss ein größeres Stück des Gartens auf die Ebenen z.B. einer Terrasse gebracht werden? Weitere Nutzungsebenen können Beete für Sträucher, Blumen oder Bäume sein, genauso wie Plätze zum Spielen oder Ruhen. Hier spielen die Neigung des Hanges, die Intensität der Sonneneinstrahlung und die Bodenverhältnisse eine wichtige Rolle.
Sie entscheiden über Nutzung und Begehbarkeit des Hanggartens und die Wahl der Pflanzen.
Möglichkeiten der Hangbegradigung und deren Bepflanzung
Steingarten durch sanfte Stufung:
Der Hang wird mit unterschiedlichen großen und hohen Steinblöcken abgefangen. Sie dienen bei Pflanzung und Pflege auch als Trittsteine. Zu beachten ist, dass die Steine immer mit der breiten Seite nach unten verlegt werden. Diese Variante eignet sich sehr gut bei Hängen mit einem Untergrund aus gewachsenen Felsen. Reizvoll ist hier auch ein kleiner Bachlauf mit Wassertreppe, welcher unten in einen Teich mündet.
Beete durch leichte Terrassierung:
Durch mehrere kleine Mauern kann ein Hang terrassiert werden.
So entstehen richtige Beete für Gemüse, Stauden, Rosen oder Sträucher. Niedrige Abstufen können ohne Hilfe von Fachleuten selbst errichtet werden. Dazu werden Stützmauern aus Beton, Palisaden oder Findlingssteine verwendet. Am einfachsten zu bauen sind Terrassen aus handelsüblichen, winkeligen Mauerscheiben zwischen 50 und 150cm Höhe. Als Fundament genügt eine 20cm starke Betonschicht und zum Schluss werden diese mit Natursteinen verblendet.
Durch Stützmauern entstandene Ebenen:
Eine einzelne, höhere Stützmauer schafft zwei fast ebene Flächen.
Als echte Trockenmauer sollte sie nicht höher als 1m sein. Wenn höhere Geländeabstufungen zu bewältigen sind, sollte ein Fachmann mit dem setzen der Mauer beauftragt werden.
Eine Trockenmauer wird auf einer 20 bis 40cm tiefen Kiesschicht gegründet. Bei durchlässigem Boden genügt als Mauerbasis eine Reihe großer Steine, die je zur Hälfte im Boden eingelassen werden. Die Breite des Mauerfußes sollte einem Drittel der Mauerhöhe entsprechen, mindestens aber 30cm betragen. Ein Fertigbeton Fundament empfiehlt sich bei lockeren oder schweren Boden. Dies sollte 40cm tief und 40cm breit sein. Die Steine werden mit einer Neigung von 10 bis 15% gesetzt, damit das Wasser ablaufen kann. Nach dem Bau wird die Mauer mit Kies und Schotter hinterfüllt. Am besten bepflanzt man eine Trockenmauer schon beim Aufsetzen der Steine. Geeignet sind hier Steingartenpflanzen. Grundsätzlich sollten die Steine horizontal und breitlagernd versetzt gelegt werden. Für die Stabilität der Mauer zu beachten:
- ein Drittel aller Steine müssen durch die gesamte Mauertiefe eingebaut werden- Kreuzfugen vermeiden
- durch eine dichte Steinreihe als Mauerkrone lassen sich die Fugen schützen.