Windgepeitschte
Landschaften, geheimnisvolles Moor vermischt mit glühender
Farbenpracht. Kaum eine Landschaft übt soviel Faszination auf uns aus,
wie die Heide. Neben der Farb- und Formvielfalt sind die Beständigkeit
wie auch die Leichtigkeit der Gartenpflege große Vorteile für einen
Heidegarten. Ist der Garten gut angewachsen, bedarf es der
Wasserversorgung hauptsächlich bei trockenem Wetter und einmal im Jahr
sollte er geschnitten werden.
Verwandeln
Sie Ihren Garten in ein natürliches Biotop!
Unter
Beachtung der Standortvorlieben und gezielter Planung und Pflege
erfreut der Heidegarten nicht nur den Besitzer, sondern bietet auch
Schutz für Käfer sowie Kleinstlebewesen wie auch einen Nist- und
Brutplatz für Vögel mit ihren Nachkommen
Heidegärten
bevorzugen eine sonnige Lage, die Südlage ist daher besonders geeignet.
Lediglich starke Schattenbereiche sollten vermieden werden, da
hierdurch Blühwilligkeit wie auch Wuchsstärke gehemmt wird. Der Boden
sollte kalkarm und sauer sein. Es empfiehlt sich, vor der Bepflanzung
saure Erde oder Torf in den Boden einzuarbeiten.
Manche
Heidearten bevorzugen einen trockenen Boden, andere eher eine
Nachahmung von Moor. Beispielsweise sollte bei der Besenheide,
Grauheide oder Schneeheide zusätzlich noch Sand in den Boden mit
eingearbeitet werden, da sie es trocken mögen.
Welche
Arten eignen sich für einen Heidegarten?
Die
immergrünen, langsam wachsenden Zwergensträucher aus der Erica-Familie
bieten vielfältigen Reichtum an Wuchsformen und stehen in allen
möglichen Abstufungen – von polsterartigen wie auch aufrecht wachsenden
Typen – zur Verfügung.
Die frostharte Schneeheide
(Erica carnea) wie auch die Moor- und Glockenheide (Erica tetralix),
deren Farbpalette von Weiß über unterschiedlichste Rosatöne bis hin zu
kräftigem Rot reicht, erfreuen sich größter Beliebtheit in Heidegärten.
Weiter eignen sich die Englische Heide (Erica X darleyensis), Cornwall
Heide (Erica vagans), Grauheide (Erica cinera), Irische Glockenheide
(Daboecia) wie auch die Herbst- oder Besenheide (Calluna vulgaris).
Callunen
gibt es in vielen Sorten. Sie sind ebenfalls frosthart und zeigen ihre
Blüten je nach Sorte von August bis Dezember in Violett- und Weißtönen,
aber auch in Rot oder Rosa.
Nun kann
gepflanzt werden!
Um den
Heidepflanzen genug Zeit zum Wurzeln und Einwachsen geben zu können,
eignet sich die Bepflanzung im Herbst am meisten. Nachdem alles Unkraut
aus der Fläche entfernt und der Boden aufgelockert wurde, können nun
Pflanzlöcher ausgehoben und gegebenenfalls mit Torf, saurer Erde oder
Sand vermischt werden.
In Gruppen von etwa 10-12
Pflanzen pro Quadratmeter können die Heidepflanzen nun einen dichten
Teppich bilden. Hierbei muss je nach Wuchskraft der einzelnen Pflanzen
über die Gruppengröße entschieden werden. Zum Schluss noch gut angießen
und zum Schutz vor Unkraut Rindenmulch um die Pflanzen ausbringen – et
voila!! – ist der erste Schritt zum neuen Heidegarten abgeschlossen.
Abwechslung
im Garten!
Als Begleitpflanzen eignen
sich z. B. der Säulenwacholder, klein bleibende Kiefern oder Fichten,
Birken, Ginster und Rhododendron. Stauden und Gräser wie Blaugras
(Sesleria) oder Pfeifengras (Molinia) bringen in Form und Farbe
Abwechslung zwischen die Heidepflanzen. Vorausdenkende Gartenbesitzer
planen für den Beginn der wärmeren Jahreszeit Blumenzwiebeln von
(Wild)Tulpen, Schneeglöckchen, Narzissen oder Krokussen ein, um das
Farb- und Formspektrum zu erweitern. Wer genug Platz im Garten hat,
kann eine natürliche Heidelandschaft nachempfinden, indem er
Baumwurzeln, Sand- oder Natursteinwege in das Gartenbild integriert.