Gärtner denken weiter. Wenn im Herbst Erntezeit ist, beschäftigen sie sich schon mit der kommenden Pflanzzeit. Und wenn im Garten sonst wenig Arbeit anfällt, machen sie sich welche, um vielleicht im kommenden Jahr eine noch bessere Ernte einzufahren. Auf ganz natürliche Weise, versteht sich. Und möglicherweise wollen sie sich auch in der Zukunft die Arbeit etwas erleichtern: Sie bauen ein Hochbeet.
Arbeitserleichterung ist aber nur ein Grund für die Anlage eines Hochbeets. Auch wenn der Gartenboden arm an Humus und damit für Flachbeete ungeeignet ist, wenn es um behindertengerechtes Gärtnern geht - so mancher kann nach einem Unfall dank eines Hochbeets weiter seinem Gartenhobby nachgehen - oder wenn es um die Verwendung von Gartenabfall geht, empfiehlt sich die Anlage von Hochbeeten. Und was die bessere Ernte angeht: Hochbeete erwärmen sich schneller und sorgen damit für frühere und bessere Erträge.
Auch wer handwerklich nicht sehr begabt ist, kann ein Hochbeet selbst bauen. Anleitungen dazu gibt es im Internet. Einfacher ist es natürlich, ein fertiges Hochbeet zu kaufen, aus Holz, aus Metall, aus Stein, Plastik oder aus Beton. Ob und wie diese Hochbeete zur Gartenoptik passen, muss jeder selbst entscheiden.
In der Regel wählt man für Hochbeete eine rechteckige Form, weil sie sich am leichtesten bearbeiten lässt. Wegen der günstigen Sonneneinstrahlung wählt man üblicherweise die Nord-/Südrichtung.
Nicht zu hoch und nicht zu breit sollte das Hochbeet sein, damit bequem alles erreichen und Unkraut entfernen kann.
Unten hinein legt man ein feinmaschiges Drahtnetz, um Nager von den Wurzeln fern zu halten. Darauf kommt dann in mehreren Schichten die Füllung, wobei man pro Schicht mit einer Stärke von 30 bis 40 Zentimetern rechnet.
Die unterste Schicht bildet grober Schnitt von Bäumen und Sträuchern. Auch Wurzelreste können genutzt werden. Nach der groben untersten Schicht kommt die zweite Schicht mit Laub- und Grünabfällen. Man sieht daraus, dass die Herbstzeit für die Anlage eines Hochbeetes mit Bedacht empfohlen wird: Gartenabfälle werden wieder genutzt und kompostiert. Jetzt müssen die beiden ersten Schichten noch verdichtet, also festgetreten werden. Gartenerde, Kompost und Blumenerde bilden dann in dieser Reihenfolge die Schichten drei bis fünf. Daraus ergibt sich dann eine Gesamthöhe von 1,5 bis 1.8 Metern. Das heißt, man legt das Hochbeet so an, dass es eine bequeme Arbeitshöhe hat.
Damit reiht man sich dann ein in die wachsende Schar derer, die naturnah gärtnern. Und ein Hochbeet zeigt das schon aus der Entfernung an.