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Gartengemeinschaft - Gartengestaltung - Holzpalisaden

Holzpalisaden





Kaum ein Sichtschutz, eine Weg-, Wall-, Hang-, Beet- oder Grundstücks-Begrenzung, fügt sich so wunderbar harmonisch in die Natürlichkeit ganz kleiner bis riesig großer Gärten ein, wie Holz-Palisaden. Wie der Name schon sagt, bestehen sie aus Holz. So weit, so gut. Das Problem ist, dass sie damit unter Umständen sehr witterungsabhängig sind. Es genügt nicht, sie einfach mal schnell in die Erde zu rammen, schon stehen sie für die nächsten 100 Jahre und nichts kann ihnen was. Bevor schönes, aber eben dennoch relativ totes, Holz in die Erde eingebracht wird, sollte es so behandelt oder das Erdreich so vorbereitet werden, dass zumindest die Voraussetzungen für eine möglichst lange Haltbarkeit geschaffen werden.

Werbeversprechen, die suggerieren, dass Palisaden nur käuflich erworben werden müssen, und schon halten sie mindestens 10 Jahre, egal was mit ihnen geschieht, sind nicht unbedingt zuverlässig. Es kann passieren, dass Palisaden aus Holz 10 Jahre halten; muss aber nicht. Auch gibt es kein blanko Rezept, das auf alle Holz- und Palisaden-Arten anwendbar ist. Wenn das Holz in einer sehr Regen reichen Gegend im Garten verbaut wird, sollten die oberen Enden angespitzt oder angeschrägt werden, damit Regenwasser ablaufen kann. Gegebenenfalls ist eine Versiegelung der Oberfläche mit Pflanzen-Wachs sinnvoll. Diese Tipps sind einfach und logisch; man muss nur darauf kommen.

Alle Fragen nebst Antworten, die dann noch kommen, unterliegen sehr subjektiven Faktoren:

Ist das Erdreich sehr lehmhaltig, kalk- oder salzreich, feucht oder trocken? Stehen die Holz-Palisaden relativ geschützt oder sind sie jedem Wetter ausgesetzt? Sollen sie gar nicht als Erd-, sondern als Teichbegrenzung dienen? Oder sind sie als reiner Sichtschutz gedacht und nur die untersten Zentimeter kommen überhaupt permanent mit Erde und Wasser in Berührung? Ist anzunehmen, dass sich Efeu, Wein oder ähnliche Pflanzen daran hoch ranken werden? Sollen es kurze dicke oder hohe schlanke Palisaden sein? Flach oder rund? Farbig lackiert oder Natur pur? Je nach Standort kann es sich anbieten, die Fuge, in der die Palisaden stehen sollen, mit Teichfolie auszulegen. Ein Betonbett bietet sich eher nicht an; allein schon, weil es einen unverhältnismäßigen Aufwand bedeutet, den Beton im Falle einer Umgestaltung des Gartens aus dem Erdreich zu entfernen.

Gehölze wie Akazie, Kiefer, Eiche, Fichte oder Lärche sind nach entsprechender Imprägnierung meist gut verwendbar. Das aktuell als solches gern bezeichnete Multi-Talent ist das Laubholz Robinie: Es verfügt über eine sehr hohe Rohdichte, widersteht Belastungen von Moderfäule und Pilzen und arbeitet nach vollständiger Austrocknung so gut wie überhaupt nicht mehr. Sich gegebenenfalls bildende Schwundrisse wirken sich nicht negativ auf die grundsätzliche Haltbarkeit aus. So sieht es der Fachmann heutzutage. Ob er es in 10 Jahren noch so sieht, bleibt abzuwarten. Denn Natur ist und bleibt nun mal natürlich. Und auch das ist gut so.




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