Der Trend zum Naturgarten hält sich seit Jahren und Holz als Baustoff ist nach wie vor sehr beliebt. Holzterrassen unterstreichen die Natürlichkeit des Gartens und schaffen Atmosphäre.
Planung
Wenn die Lage der Terrasse nicht durch die Grundstücksform vorgegeben ist, kann die Anlage frei nach der eigenen Fantasie angelegt werden. Beliebt sind so genannte „organische Formen“, deren Außenränder abgerundete Formen aufweisen. Sonnen- und Schattenplätze sollten bei der Planung bedacht werden und die Größe sollte so geplant sein, dass ausreichend Platz für die gewünschte Möblierung vorhanden ist.
Vorbereitung
Der Untergrund ist die Basis einer Terrassenanlage. Hier sollte man sich viel Mühe geben und nicht ungeduldig das Endergebnis vor Augen haben. Zunächst wird Riesel, also kleinste Steinchen aufgebracht und ordentlich verdichtet. Darauf werden am besten Betonplatten ausgelegt, auf denen die Befestigungsbalken für die Terrassenbretter aufgelegt werden.
So entsteht eine stabile, langlebige Grundkonstruktion. Die Balken werden ordentlich miteinander verschraubt. Dazu können wetterfeste, verzinkte Metallwinkel verwendet werden. Die Ränder werden entweder Roh gelassen oder mit zugeschnittenen Terrassenbrettern verblendet.
Holzauswahl
Sowohl die Terrassenbretter als auch die Grundkonstruktion müssen aus wetterfestem Holz gebaut werden. Der Markt bietet hierfür vor allem Harthölzer wie Douglasie, Lärche und Bangkirai an. Wer seine Holzterrasse selbst bauen möchte, findet in Baumärkten inzwischen alle notwendigen Materialien und auf Nachfrage häufig auch fachkundige Beratung. Die Hölzer können unbehandelt verwendet werden – sie haben einen natürlichen Schutz, der das Holz über viele Jahre vor Wettereinflüssen schützt.
Mit der Zeit „vergraut“ das Holz. Dies ist ein Zeichen des natürlichen Wetterschutzes. Das vergraute Holz wirkt optisch wie leicht verwittert. Wer den Naturton des Holzes bewahren möchte oder einen dunkleren, exotisch wirkenden Farbton wünscht, kann mit speziellen Lasuren die Terrassenbretter vor der Verarbeitung streichen. Diese Behandlung ist allerdings regelmäßig – etwa einmal jährlich – fortzuführen. Für die Langlebigkeit hat die Behandlung keine Bedeutung. Sie ist lediglich ein optisches Gestaltungsmittel.
Handwerkliche Umsetzung
Vom Gebäude ausgehend werden die Terrassenbretter parallel zur Hauswand auf die Konstruktionsbalken geschraubt. Hierfür müssen Korrosionsgeschützte Schrauben aus Edelstahl verwendet werden.
Die Schrauben dürfen nur so weit eingedreht werden, bis der Kopf bündig mit dem Holz abschließt. Werden die Schrauben zu tief versenkt, so bilden sich Mulden, in denen sich das Regenwasser sammelt. Das kann zu vorzeitigem Altern des Naturmaterials Holz führen. Zwischen den einzelnen Terrassenbrettern ist ein Spalt von wenigen Millimetern einzuhalten, da das Holz sich im Lauf der Zeit verändert. So hat es etwas Spielraum, wenn es sich je nach Witterung ausdehnt oder sich leicht in seiner Form verändert.
Wurde die Umrandung bereits mit Hölzern verblendet, so müssen die Bretter vor dem Anbringen korrekt zugeschnitten werden. Sie fügen sich somit perfekt in die vorgegebene Fläche ein. Bleibt der Terrassenrand roh, so können die Bretter an den Rändern überstehen und können am Ende mittels einer Handkreissäge mit Laufschiene gekürzt werden. Auch organische Formen lassen sich am schönsten gestalten, wenn die Bretter erst nach der Verlegung ihre Rundungen erhalten.
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