Ein geschmackvoll angelegter Nutzgarten sollte im eigenen
Garten
keinesfalls fehlen. Hier lassen sich Obst und Gemüse anbauen und
die Vitaminzufuhr ist auf diese Weise das ganze Jahr über
gesichert. Bereits beim Einteilen der Beete sind einige Richtlinien zu
beachten, damit die Ernte von saftigem Obst und knackigem Gemüse
reich und wohlschmeckend ausfällt.
Wenn die Beete im Nutzgarten relativ breit angelegt werden,
ist es
später sehr aufwendig, die notwendigen Arbeiten in der Mitte des
Beetes auszuführen. Besser ist es, schmale Beete anzuordnen und
die Pflanzen in gleichmäßigen Abständen zu setzen. Dann
haben die Stecklinge Platz zum Wachsen und auch das Unkrautjäten
bereitet später weniger Probleme.
In zugigen Gegenden sorgen Hecken oder ein künstlicher
Windfang
für den Schutz der Pflanzen, sodass keine Ernteeinbußen im
Nutzgarten auftreten. Wird dann noch auf durchlässigen Boden,
ausreichende Bewässerung und regelmäßige
Nährstoffzufuhr geachtet, ist der Ernteerfolg umso lohnender.
Optimal ist ein Rotationsanbau, d.h., jedes Gartenjahr wird
eine andere
Sorte aus einer Gruppe angepflanzt, sodass sich der Boden immer wieder
erholen kann und eine reiche Ernte gewährleistet ist.
Auf einem Gartenkalender lässt sich der Wechsel der
Reihenfolge
gut notieren, und so weiß jeder Gärtner im Frühjahr,
welche Pflanzen in welches Beet eingesetzt werden. Beim Ausbringen der
Gemüsesorten sollte eine Mischkultur im Nutzgarten bevorzugt
werden. Damit wird gewährleistet, dass die Pflanzen
Nährstoffe nicht nur aus dem Boden aufnehmen, sondern auch dorthin
abgeben.
Kopfsalat und Kohlgewächse harmonieren beispielsweise ideal
gemeinsam auf einem Beet, während sich Erdbeeren und Kohlarten
nicht miteinander wohlfühlen.
Um den Boden optimal auszunutzen, wird das Gemüse so
angebaut,
dass Gemüsesorten mit einer kurzen Vegetationsdauer, wie Spinat
oder Radieschen, als Erstes gesät werden, gefolgt von den Sorten,
die länger in den Beeten des Nutzgartens verbleiben. Hierzu
zählen beispielsweise Gurken und Schwarzwurzel.
Der Vorteil ist: Wird die Vorfrucht geerntet, kann sofort die
Hauptfrucht eingepflanzt werden und die Beete sind immer
bestmöglich ausgenutzt.
Zum Düngen des Nutzgartens sollte vorrangig organischer Dünger
eingesetzt werden. Dazu ist Kompost sehr gut geeignet.
Wer nicht viel Platz im Garten hat, kann trotz allem einen
eigenen
Nutzgarten anlegen. Selbst auf dem Balkon oder auf der Terrasse kann
ein Nutzgarten eingerichtet werden. Etwas Salat, einige Tomaten und
verschiedene Kräuter finden in der kleinsten sonnigen Ecke Platz
und können in dekorativen Kästen und Töpfen gedeihen.
Ernten Sie Ihr eigenes Obst und Gemüse aus Ihrem Nutzgarten
und
genießen Sie die Frische und den vollen Geschmack aus Ihrem
persönlichen Anbau.