Ursprünglich
stammen Pagoden aus dem ostasiatischen Bereich, wo sie sich über die
Jahrhunderte zur traditionellen Architektur entwickelten.
Fast
jeder kennt inzwischen die charakteristischen, mehrstöckigen Bauwerke.
Die einzelnen Etagen sind durch zumeist „schwingende“ Dachvorsprünge
getrennt. Vereint werden in Pagoden die Merkmale der buddhistischen
Tempel und der typischen Wohngebäude Chinas. Anfangs wurde vorwiegend
mit Holz und Stampflehm gebaut. Später kamen auch Ziegelsteine, Metall
und andere Materialien zum Einsatz.
Es
entwickelten sich mehrere Pagodentypen, wobei der quadratische
Grundriss in Sechs- und Achtecke und sogar runde Bauten abgewandelt
wurde. Mittlerweile unterscheidet man hauptsächlich zwischen
buddhistischen Pagoden und Fengshui-Pagoden.
Im
Gegensatz zu buddhistischen Pagoden haben Fengshui-Pagoden
unterschiedliche Aufgaben. Sie sollen einen Berg ersetzen, Glück
anziehen, die Vorfahren ehren und einiges mehr. Die Unterschiede werden
in den sehr auffälligen und dekorativen Schnitzereien deutlich. Während
die einen den buddhistischen Glauben darstellen, dominieren bei den
Fengshui-Pagoden die Glücksbringer.
Gerade in der
heutigen Zeit erobern immer mehr Pagoden die Gärten. Stein- oder
Holztürme in Form von Pagoden sind ein äußerst dekorativer „Hingucker“.
Und ganz nebenbei schaffen sie eine ganz eigene Atmosphäre. Pagoden
sind ideal, um eine gemütliche asiatische Ecke im eigenen Garten zu
gestalten. Ergänzt werden sie durch Steinlaternen und, mit einem Schuss
japanischer Inspiration, Wasserbecken mit Brücke. Pagoden und Teehäuser
gelten in Asien als Inbegriff der Meditation.
In
den Teehäusern Japans wird durch den Teemeister in stiller Andacht und
strenger Zeremonie das Teetrinken zelebriert. Die Teehäuser stehen für
Würde, Ruhe und Natürlichkeit. Dabei wird absolut nichts dem Zufall
überlassen.
Beliebt für kleinere und größere
Festivitäten sind Pagodenzelte, die allerdings nicht mehrstöckig sind.
Der markante Baustil kommt durch die hohe Dachmitte, die sich nach
unten hin stark verjüngt, zum Ausdruck. Sie sind schön, praktisch und
funktionell in einem. Die unverkennbare Dachkonstruktion setzt weithin
sichtbare optische Akzente. Außerdem überzeugen sie durch ihre hohe
Haltbarkeit. Je nach Bedarf können mehrere Pagoden aneinander gebaut
werden, die Raum für die unterschiedlichsten Aktivitäten bieten.
Die
einfachste Variante sind die Pagoden, die in vielen Gärten zum Schutz
vor Sonne und Regen stehen und unter denen man gemütlich am Tisch
sitzen und entspannen kann. In Erinnerung geblieben sind auch
Hochzeiten oder andere Feiern von Promis, die in aneinander gereihten
Pagoden abgeschirmt von der Außenwelt feierten.
Pagoden
sind vielseitig einsetzbar und durch die unterschiedlichen Materialien,
Schnitzereien und Malereien immer wieder faszinierend und einzigartig.
So bleiben sie über die Zeit hinweg aktuell und bieten Raum für die
verschiedensten Möglichkeiten der Nutzung, wie Meditation, Besinnung
und Freude am Leben.