Der Steingarten ist in Deutschland eine sehr beliebte
Gartenform, welche sich vor allem durch ihre Weitläufigkeit
auszeichnet. Dies kommt daher zustande, dass in Steingärten stets
niedrig wachsende Pflanzen zum Einsatz kommen. Oft findet man
Steingärten unmittelbar am Haus vor, welche von diesem Standort schräg
in Richtung garten hinragen.
Um den richtigen Standort für einen Steingarten zu finden,
sollten Sie nach einem Ort Ausschau halten, welcher sehr sonnig ist.
Besonders geeignet sind deshalb Flächen auf der Südseite. Es ist jedoch
auch möglich einen Steingarten an schattigen Plätzen anzulegen.
Steingärten können sowohl freiliegend inmitten des Gartens aufgestellt
werden, an einem Hang, als auch direkt in der Hausnähe.
Möchten Sie Ihren Steingarten naturnahe bauen, sollten dafür
auch auch unbehauene Natursteine verwendet werden.
Die für den Steingarten am häufigsten verwendeten Steine sind
folgende: Basalt, Granit, Kalkstein sowie Sandstein. Basaltsteine sind
blauschwarze Steine, welche kaum Strukturen aufweisen, und deshalb sehr
glatt aussehen. Granit hingegen ist ein gröberes Gestein, welches
farblich vom dezenten Grau bis hin zu auffälligen Rot reichen kann.
Kalksteine weisen verschiedene Strukturen auf, welche vor allem Dadurch
ihren Zeit haben, dass diese aus den Zeiten der Gesteinsbildung z.B.
Reste von Muschelschalten enthalten. Kalksteine hingegen sind auch in
vielen Farben erhältlich. Sie haben zudem den Vorteil, dass diese
aufgrund zahlreicher Löcher und Vertiefungen, an diesen Stellen zu
bepflanzen sind.
Achten Sie beim Kauf der Steine darauf, dass Sie diese
möglichst in der unmittelbaren Nähe zu ihrem Garten bestellen, da
ansonsten die Transportkosten aufgrund des Gewichts und der Größe sehr
hoch werden können.
Wenn Sie sich für eine bestimmte Steinart entschieden haben,
muss die zukünftige Fläche des Steingartens im Hinblick auf das
Erdreich bearbeitet werden. Das Ziel liegt darin, dass die Erde
komplett von Wurzelpflanzen befreit wird. Eine gewissenhafte Arbeit ist
hierbei sehr wichtig, denn ansonsten besteht in Zukunft die Gefahr,
dass sich inmitten des Steingartens Unkraut bemerkbar macht, welches
man nicht so ohne weiteres aus dem Erdreich unterhalb der Steine und
Pflanzen des fertigen Steingartens entfernen kann.
Um die Bildung von Staunässe zu vermeiden, muss auf dem vom
Unkraut befreiten Gartenboden eine Kiesschicht ausgelegt werden, welche
für die Wasserdurchlässigkeit sorgt. Der Boden mitsamt den
Kieselsteinen sollte eingestampft werden, damit das Fundament des
Steingartens über genügend Stabilität verfügt. Diese Stabilität ist
erforderlich, wenn später die schweren Steine ihren Platz innerhalb des
Steingartens finden.
Bei der Verteilung der Steine ist es wichtig, dass die größte
Oberfläche des Steines nach unten gelegt wird. Auf diese Weise wird
eine größtmögliche Stabilität erreicht. Um die Stabilität weiter zu
erhöhen, müssen Hohlräume unterhalb des Steines mit Sand befüllt
werden. Erst wenn der Stein dem manuellen Rütteltest besteht, indem er
sich dabei nicht bewegt, ist dieser als stabil einzustufen.
Sind alle Steine gesetzt, und die groben Höhenunterschiede
nach dem eigenen Geschmack gesetzt, kann mit der Auftragung der
Gartenerde begonnen werden. Verwenden Sie dafür am besten lockere Erde.
Zusätzlich wird reifer Kompost verteilt.
Um den Pflanzen des Steingartens über einen langen Zeitraum
zu mehr Bodenfeuchtigkeit zu verhelfen, sollte auf dem Erdboden zudem
eine Mulchschicht verteilt werden.