Weidenflechtzäune sind eine einfach selbst zu errichtende Alternative zu fertig gekauften Zäunen. Das Material wächst quasi vor der Tür und ist sehr preiswert. Natürlich sind diese Zäune auch als Fertigprodukte im Handel zu erweben.
Lebende, geflochtene Zäune sind eine Bereichung des Naturhaushaltes und für diesen sehr bedeutsam. Durch Weidenflechtzäune können gerade naturnahe Gärten umzäunt werden oder unschöne Aus- und Einblicke auf Grundflächen kaschiert werden. Außerdem sind sie als Sichtschutz eine echte Alternative zu feststehenden Mauern aus Steinen, Türen und Toren oder Markisen. Sie sind wuchsfreudig und flexibel einsetzbar. Weidenflechtzäune werden wegen ihrer Natürlichkeit sehr geschätzt und erleben in der heutigen Zeit eine regelrechte Renaissance.
Die Herstellung eines Weidenflechtzaunes ist relativ einfach. In vielen Dörfern und Gemeinden werden in der heutigen schnelllebigen Zeit Weiden nachgepflanzt. Gerade an kleinen Bächen und Teichen sind sie zu finden. Auch viele Eigentümer von Ländereien haben sich der Neupflanzung angeschlossen, weil die Nachpflanzung recht komplikationslos vonstatten geht und sehr preiswert ist. Aber auch die Weiden müssen gepflegt werden und werden daher regelmäßig verschnitten, sodass es eigentlich überhaupt kein Problem ist, an Rohmaterial zu gelangen.
Benötigt werden Ruten, die im Frühjahr geschnitten werden. Vielleicht wirkt auch ab und an ein ganz kleiner Obolus Wunder. Oftmals braucht man die Ruten nicht einmal selbst zu ernten, sie liegen schon als Vorrat bereit.
Benötigt werden zuerst einige angespitzte Holzpfosten, die in einem Abstand von ca. 2 Metern in der Erde verankert werden. Die Pfosten sollten einen Durchmesser von 8 - 10 cm haben und eine Länge von ca. 90 cm bis 120 cm zuzüglich der Erdlänge. Das kommt auf die Höhe des benötigten Zaunes an. An diesen Pfosten befestigt man oben, in der Mitte und unten ein Querholz. Das ist notwendig, damit der Zaun auch einen richtigen Halt bekommt.
Danach werden die Weidenruten ganz einfach in der gewünschten Länge abgeschnitten und ca. 20 cm in die feuchte Erde gesteckt. Sie sollten unverzweigt und einjährig sein. Diese wurzeln in relativ kurzer Zeit und verwachsen miteinander. Im Laufe der Zeit bildet sich ein undurchdringlicher Zaun. Der benötigte Boden muss vorher gelockert werden und mit humosem Material angereichert werden.
Der Abstand der eingeflochtenen Weidenruten sollte recht dicht sein oder wenn der Wind durchpusten soll in größeren Abständen. Der eigenen Kreativität sind bei der Herstellung eines Weidenflechtzaunes keine Grenzen gesetzt. Es können Kreise eingeflochten werden oder Ausbuchtungen, in denen später üppige Pflanzen wachsen können.
Weidenzäune bedürften allerdings auch einiger Pflege. Die austreibenden Ruten müssen ab und zu verschnitten werden, um die Zaunform zu erhalten.
Als Rohmaterial eignen sich vor allem die Korbweide (Salix viminalis) und die Purpurweide (Salix purpurea).
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