Holzkohle ist ein heutzutage häufig verwendeter Brennstoff.
Dieser Brennstoff ist das Endprodukt der Holzverkohlung und besteht zu
fast 90 Prozent aus Kohlenstoff. Der Rest sind Sauerstoff, Stickstoff
und Wasserstoff.
Die häufigste Anwendung der Holzkohle liegt im Bereich der
Grillkohle, aber auch in Form der Aktivkohle. Bei der Herstellung von
Holzkohle wird zunächst das Holz stark Luft getrocknet bis der
Wassergehalt des Holzes nur noch knapp 15 Prozent beträgt. Anschließend
wird das getrocknete Holz unter Luftabschluss, das heißt vor allem
unter Sauerstoffausschluss, erhitzt. Durch den Erhitzungsvorgang werden
sämtliche flüchtige Stoffe aus dem Holz entfernt.
Sind die flüchtigen Stoffe verbrannt, bleibt die Holzkohle
zurück. Damit ist der Prozess der Verkohlung von Holz - ähnlich dem
Vorgang bei der Verkokung von Kohle. Verbrannt wird vor allem
Eichenholz, denn hier ist die Ausbeute an Holzkohle nach dem
Verbrennungsvorgang am größten. Nach dem Eichen- wird auch noch
Rotbuchenholz verwendet. Weiterhin spielen Hölzer der Birke und der
Ulme für die Herstellung von Holzkohle eine wichtige Rolle.
Holzkohle besitzt eine relativ lockere Struktur und ist
schwarz. Gerade durch diese lockere Struktur und durch das
Vorhandensein von vielen Vertiefungen hat Holzkohle ein großes
Adsorptionsvermögen (Vermögen an der Oberfläche Stoffe anzureichern).
Holzkohle lässt sich relativ leicht entzünden. Das ist vor
allem bei der Grillkohle sehr wichtig. Da die flüchtigen Verbindungen
(vor allem flammenbildende Gase) bereits bei Herstellung verbrannt
sind, brennt die Holzkohle ohne Flamme.
Historisch gesehen, aber auch heute findet die Holzkohle
vielfältige Verwendung. So wurde früher zum Beispiel das Schießpulver
aus Holzkohle hergestellt. Weiterhin wird sie zum Entfärben von
Flüssigkeiten verwendet (adsorbiert Stoffe). Sie wird zur Desinfektion,
zum Filtrieren von Wasser und als Poliermittel für Metalle verwendet.
Heutzutage wird die Holzkohle eher im Freizeitbereich
(Grillkohle) und im Gebiet der Archäologie verwendet. Anhand gefundener
Holzkohle können mithilfe der Radiokarbonmethode verschiedene Schichten
der Erdkruste datiert und untersucht werden.
Ansonsten spielt bei Durchfallerkrankungen die aus der
Holzkohle hergestellte Aktivkohle eine Rolle. Sie wird von Patienten
geschluckt und ist in der Lage aufgrund ihres Adsorptionsvermögens
Mikroorganismen und toxische Stoffe aufzunehmen, die dann mit ihr
ausgeschieden werden.