Wenn im Garten der Zaun frisch gestrichen werden oder im Haus ein noch unbehandeltes Möbelstück mit Farbe behandelt werden soll, verwenden viele gerne eine Holzschutzlasur.
Holzschutzlasur hat die Eigenschaft, auf Holz die schöne Struktur nicht zu überdecken sondern auf Grund ihres dünnen Farbanstriches hervorzuheben und zu betonen, schlichtweg also zu veredeln. Als gängige Farbtöne sind im Baumarkt und im Spezialhandel alle hell- bis dunkelbraunen Töne zu finden, jedoch ist Holzlasur auch in blau, grün, rot usw. für die besonderen Akzente erhältlich. Die Gebinde sind meist in Dosen zu 0,75 ml, 2 l und 5 l erhältlich. Für größere Aktionen wie das Gartenhaus gibt es auch 20 l - Dosen zu kaufen.
Eine Holzschutzlasur für den Außenbereich schützt das Holz gegen Regen und Verwitterung. Die Oberfläche des Holzes wird durch den Anstrich wasserfest und wasserabweisend. Die Lasuren dienen gleichzeitig als UV-Schutz, wobei hier die dunkleren Farben den besseren Schutz bieten. Farblose Lasuren bieten keinerlei UV-Schutz. Ganz wichtig ist der Schutz gegen Holzverfärbende Pilze, welche sich in bläulichem Holz äußern und zeigen. Dieser Schutz muss entweder vor dem Lasieren aufgetragen werden oder ist bereits in der Lasur enthalten, was in dem Fall auf der Farbdose angegeben wird.
Bevor im Garten auf bisher unbehandeltes Holz die Lasur aufgebracht wird, ist es sinnvoll, vorher z.B. mit einem Dampfstrahler oder einer harten Bürste vorsichtig die Fläche zu reinigen, um Algenflechten, Dreck und Staub zu entfernen. Nach dem gründlichen Durchtrocknen des Holzes kann dann der Anstrich aufgebracht werden.
Verwendet man Lasur, welche speziell für den Innenbereich gedacht ist, sollte man darauf achten, eine Lasur ohne Lösungsmittel zu verwenden. Dies gilt ganz besonders für Holzspielzeug von Kindern wie das Schaukelpferd oder die selbst gebaute Nachzieh-Ente, welche vom Nachwuchs eventuell in den Mund gesteckt werden könnte.
Wichtig: Lesen Sie vor (!) dem Aufrühren der Farbe die Anweisungen auf der Lasurdose durch, bei einigen Herstellern wird gerne eine Gel-Lasur verwendet, welche man vor dem Gebrauch nicht durchrühren darf.
Nachdem Holzlasur nach dem Trocknen einen etwas anderen Farbton annimmt als wie sie im nassen Zustand aussieht, ist ein Testanstrich an einer unauffälligen Stelle sinnvoll. Für glatte Flächen wie Zaunbretter kann anstelle eines Pinsels auch eine Schaumstoff-Farbrolle verwendet werden. Mit dieser ist die Farbe schnell verteilt und man benötigt lediglich für die Bretterkanten noch einen Pinsel.
Wird beim Streichen etwas von der Farbe daneben gekleckst, kann die Farbe meist noch restlos mit einem feuchten Lappen wieder entfernt werden. Getrocknete Farbe, welche daneben ging, kann auf harter, kratzfester Oberfläche wie Fensterscheiben gut mit einem scharfen Messer oder einem Ceranfeldschaber entfernt werden.
Sie
können mehr Wissen zu diesem Thema beitragen? Wir freuen uns
auf Ihre Tipps: