Wenn endlich die Zeit der lauen
Sommerabende wieder naht, dann haben Gartenstühle, -tische und -liegen
ihren Winterschlaf beendet. Gleichzeitig wird Inventur gemacht - ist
der Tisch noch stabil, sind die Gartenstühle noch in der Lage, den
etwas gewichtigeren Nachbarn sicher zu tragen?
Lassen sich solche Fragen nicht mehr mit "Ja" beantworten,
dann ist es an der Zeit, an eine Neuanschaffung zu denken.
Neben einer großen Auswahl an Polstermöbeln und edleren
Holzgarnituren für Garten und Terrasse, sind auch echte Rattanmöbel im
Angebot. Da sie wesentlich leichter als Holz sind, aber die gleiche
Stabilität aufweisen und dazu meist sehr geschmackvoll verarbeitet
sind, stellen sie eine gefragte Alternative dar. Aber Vorsicht! Nicht
alles was sich Rattan nennt, ist es auch wirklich. Zunehmend werden
unter gleichem Namen auch Stühle, Tische, Bänke und Liegen aus
Kunststoffgeflecht angeboten. Hierbei gibt es viele hochwertige und
langlebige Produkte - aber sie sind eigentlich nur Nachbildungen, die
den echten Naturrohstoff imitieren und sollen hier nicht Gegenstand der
Betrachtung sein.
Also, was ist Rattan, woher kommt es? In Südostasien wachsen
hunderte Arten der Rotangpalme. Deren verholzte Triebe, die lianenartig
an Bäumen empor klettern, werden geerntet, zugeschnitten, getrocknet
und dann mit Hilfe von heißem Wasserdampf elastisch gemacht. Zum
Schluss wird deren Oberfläche poliert und sie werden blank oder
lackiert verwendet. Die Struktur ist porös und gleichzeitig ölhaltig;
dadurch sind die Rattanstäbe sehr leicht und verwitterungsresistent.
Viele Gartenmöbel aus Rattan werden handgeflochten
und in praktischen
Designs gearbeitet. Dadurch entsteht eine gewisse Exklusivität, die
natürlich auch ihren Preis hat. Eine Sitzgruppe aus Tisch und vier
Stühlen kann schon zwischen 600 und 800 Euro kosten. Aber es gibt auch
industriell gefertigte Rattanmöbel zu durchaus erschwinglichen Preisen.
Die Vielfalt an farblicher und dekorativer Gestaltung ist recht
beachtlich, so dass dem Geschmack des Käufers immer entsprochen werden
kann.
Berücksichtigen sollte man noch, dass bestimmte Elemente der
Rattanmöbel - wie Tischplatten, Füße oder Beine - je nach Wertigkeit
aus anderem Material gefertigt sein können.
Zur Pflege und Aufbewahrung ist anzumerken, dass Rattanmöbel
recht pflegeleicht sind. Abreiben mit einem feuchten Tuch oder die
Behandlung mit einer im Handel erhältlichen Pflegeemulsion reichen
völlig aus. Zur Aufbewahrung ist zu sagen, dass es trotz einer guten
Wetterbeständigkeit von Rattan sinnvoll erscheint, längere Zeit nicht
benutzte Rattanmöbel regensicher abzudecken oder einzulagern.