Im
Ursprung war es die Vorliebe für eine "vornehme Blässe",die die
Damenwelt dazu verführte, bei Spaziergängen einen
eigenen Sonnenschirm zu tragen. Natürlich wollte man auch
"stationär" nicht auf den wohltuenden Schatten verzichten, so
entstanden die ersten größeren Schirme, die mittels schwerer
Ständer auf Terrassen und am Strand ihren Platz fanden.
Wer kennt nicht dier schier endlosen Reihen einfacher bunter
Schirme an
den Lieblingsstränden der Adria oder der Costa del Sol. Im eigenen
Heim ist man heute anspruchsvoller. Die Industrie hält Produkte
für jeden Anspruch und jeden Geschmack bereit.
Allen modernen Sonnenschirmen gemein, ist dabei die
Ausrüstung mit
hochwertigen Bespannungen. Die verarbeiteten Textilien sind nicht nur
reine Schattenspender, sie bieten darüber hinaus eine
Filterwirkung an, die es den vermeintlich gesunden, bräunenden
Sonnenstrahlen ermöglichen, zumindest teilweise die Haut der
Beschirmten zu erreichen.
Diese Stoffe sind in der Regel imprägniert, um gegen Regen
und
Morgentau gefeit zu sein, die verwendeten Farben gelten als hochgradig
lichtecht und verblassen auch nach Jahren nicht. Bei Nichtverwendung
verschwindet der zusammengeklappte Schirm in seiner Schutzhülle
und ist vor Wind und Wettter gut geschützt.
Eine stabile Unterkonstruktion, womöglich in verschiedene
Richtungen zu kippen und zu schwenken, bietet zusätzlichen Schutz
vor Wind und ermöglicht es, im Tagesverlauf dem Weg der Sonne zu
folgen.
Wurde der Schirm früher durch einen Schiebe-Mechanismus
geöffnet, der oftmals die Gefahr barg, Finger einzuklemmen, stets
aber mit hohem Kraftaufwand zu bewegen war, so hat sich heute der
Kurbel-Mechanismus durchgesetzt, bei dem eine ausgeklügelte
Seilführung über Umlenkrollen das Aufspannen auch für
zarte Damenhände zum Vergnügen macht.
Platzsparende Lösungen - wie der sogenannte Ampelschirm -
haben
sich überall dort durchgesetzt, wo es die räumlichen
Verhältnisse erfordern, dass die Befestigung seitlich
untergebracht ist. Wichtig ist bei allen Systemen, dass die Befestigung
am Boden gewährleistet und stabil ist.
Größere Durchmesser bei den Schirmen bringen auch eine
erhöhte Windempfindlichkeit mit sich. Eine nicht zu
unterschätzende Gefahr, denn durch schlecht gesicherte
Sonnenschirme kann es bei plötzlich auftretendem Wind dazu kommen,
dass die ganze Konstruktion abhebt und - unkontrollierbar -
davonschwebt.
Eine unsanfte Landung, verbunden mit einem Totalschaden des
Schattenspenders ist dabei noch die harmloseste Konsequenz. Landet ein
solcher Sonnenschirm auf Nachbars Auto, oder -
noch schlimmer - auf seiner Kaffeetafel, werden Sach- und
Personenschäden nicht ausbleiben.
Der einfache Kunststoffständer, mit Wasser befüllt, ist keine
gute Wahl. Hier empfiehlt es sich, die Füllung mit Sand
vorzunehmen, besser noch eine zusätzliche Verankerung, seitlich.
anzubringen. Auch die Stahlkonstruktionen, die Aufnahmeflächen
für Betonplatten bieten, sind letztlich keine hunderprozentige
Sicherheit. Ideal sind verschraubte, im Boden verankerte Konstruktionen.
Dies gilt vor allem für die Schirme, die durch Tischplatten
geführt, zentral aufgestellt werden. Gerade hier ist eine stabile
Befestigung am Boden, unabhängig vom Tisch, unabdingbar. Jeder
kleine Windstoß würde sonst den ganzen Tisch bewegen und
eine gemütliche Kaffeetafel zum Albtraum machen.
Meist genügt es, mehrere tiefreichende Dübel im Boden zu
verankern. An besonders ungünstigen Stellen empfiehlt es sich, darüber
hinaus vom
Dach des Schirmes Spannleinen anzubringen.
Ist der richtige Schirm gefunden, aufgestellt, befestigt und
aufgespannt, steht einer schattigen Runde nichts mehr im Weg. Leider
ist es noch keinem Hersteller gelungen, den Sonnenschein gleich
mitzuliefern.