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Gartengemeinschaft - Gartenpflanzen - Affenbrotbaum Pflege

Affenbrotbaum Pflege





Der afrikanische Affenbrotbaum (Adasonia digitata), auch als Baobab bezeichnet, stammt aus den tropischen Halbwüstengebieten und Savannen Afrikas. Erst seit relativ kurzer Zeit wird diese Art auch als Zierpflanze genutzt.

Der Baum kann aus Samen gezogen oder schon als reife Kübelpflanze erstanden werden. Die Pflanze wird meist recht preisgünstig angeboten, die Aufzucht vom Sämling an ist eine Geduldsfrage. Mitunter werden auch Stecklinge angeboten, die an der Schnittstelle mit Wachs versiegelt werden. In diesem Zustand halten sie sich recht lange Zeit gut, bevor sie aber eingepflanzt werden, muss das Wachs mit warmem Wasser entfernt werden. Danach wurzeln die Stecklinge nach etwa zwei Wochen.

In seiner Heimat lebt der Affenbrotbaum ständig zwischen den zwei Extremen von Regen- und Trockenzeit. Während der Regenzeit saugt das Holz sich mit unglaublichen Mengen Wasser an, um für die bis zu sieben Monate dauernde Trockenzeit gerüstet zu sein. In Kultur muss das Gewächs solche Anforderungen nicht erdulden, sondern kann die gesamte warme Jahreszeit als Wachstumsperiode nutzen. Aufgrund der hohen Wasserspeicherkapazität des Holzes wird dieses recht porös aufgebaut, daher wächst dieser Baum mitunter schneller als andere vergleichbare Hölzer.

Wie zu erwarten, genießt der Affenbrotbaum einen Standort mit möglichst viel Sonne, direkte Bestrahlung ist erwünscht. In der Natur reagiert der Baum auf immense Hitze, indem er seine Blätter abwirft. Verliert er in europäischen Regionen Laub, ist der Grund allerdings wo anders zu suchen, die hiesigen Temperaturen reichen dafür nicht aus. Auch bei der Überwinterung eines Baobabs im Kübel und bei kühler Temperatur ist unbedingt ein heller Standort auszuwählen.

Das Substrat im Pflanztopf muss wasserdurchlässig sein, es eignet sich ein Gemisch mit hohem Sand- oder Tonanteil. Torferde bekommt dem Affenbrotbaum gar nicht. Als Nährstoffreservoir kann ein wenig Mulch untergemischt werden.

Der Affenbrotbaum wird entsprechend der Temperatur und Trocknungszustand des Substrates gewässert. Nach dem Gießen sollte die ganze Erde im Pflanztopf gleichmäßig durchgefeuchtet sein, der Überstand wird abgegossen, um stauende Nässe zu vermeiden. Bis zum nächsten Gießen kann das Substrat durchtrocknen, um die Bodendurchlüftung zu ermöglichen und Fäulnis an den Wurzeln zu verhindern.

Gedüngt werden sollte der Baobab im Sommer regelmäßig in kleinen Mengen, im Winter an einem kühlen Standort gar nicht. Der Fachhandel biete spezielle Düngerpräparate für Trockensavannengewächse an, die auch dem Affenbrotbaum gut bekommen.

Bezüglich der Temperatur verhält sich der Affenbrotbaum entsprechend der Natur seiner Herkunft – die Sommerhitze kann ihm nichts anhaben, im Winter sollte die Raumtemperatur auf etwa von zehn Grad Celsius absinken, nicht darunter. Während des Überwinterns muss die Menge des Gießwassers entsprechend reduziert werden.

Die Affenbrotbäume wachsen bei entsprechenden Bedingungen gut und bilden ein weitläufiges Wurzelnetzwerk, so sie den Platz dazu haben. Aus diesem Grund sollte die Pflanze einmal jährlich umgetopft werden, da es ihr sonst zu eng wird.


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