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Gartengemeinschaft - Gartenpflanzen - Ahorn schneiden

Ahorn schneiden





Der Ahorn ist im Grunde ein sehr anspruchsloser Baum. Er wächst fast überall - sogar unter den ungünstigsten Boden- und Lichtbegebenheiten. Doch nicht nur in der Bepflanzung und im Wachstum ist der Ahorn sehr pflegeleicht. Er verliert nur einmal im Jahr, im Herbst und in verhältnismäßig kurzer Zeit, alle seine Blätter. Damit ist die Beseitigung des Ahornlaubs schnell erledigt.

Aber auch der auf den ersten Blick einfache Ahorn hat seine Tücken: Denn er gehört zu den Bäumen, die einen Beschnitt nur sehr schwer verkraften. Fast alle Ahornarten reagieren auf den Einsatz der Astschere und Säge extrem empfindlich. In Folge sterben oft ganze Triebe und Teile der Äste ab, die Bäume werden anfälliger für Mehltaubefall sowie für andere Krankheiten und Schädlinge. Häufig betroffen sind kleine Arten und Jungbäume. Sie verlieren nach dem Schnitt nicht selten ganze Äste oder gehen vollkommen ein. Ausnahmen stellen Einzelfälle und die mittlerweile erhältlichen „schnittfesten“ Ahornarten dar. Doch auch bei diesen gibt es keine Garantie auf eine tatsächliche Schnittfestigkeit.

Im besten Fall sollte der Ahorn direkt nach der Bepflanzung eine ganze Weile ungestört gedeihen können. Soweit möglich rund zwei bis drei Jahre, weshalb immer wieder empfohlen wird einen Ahorn nur dort zu pflanzen, wo er tatsächlich ungestört wachsen kann. Ist das nicht der Fall, sollten vorerst nur störende oder fehlwüchsige Triebe und Äste gestutzt werden. Ein Rat, der sich aber nicht nur auf die ersten Lebensjahre des Ahorns beziehen muss. Jeder Form- und auch Rückschnitt stellt im Falle eines Ahorns immer ein nicht zu unterschätzendes Risiko dar.

Natürlich kann aber nicht immer auf dieses geachtet werden. Irgendwann muss ein Baum beschnitten werden – sei es aufgrund der Umgebung oder zum Wohl des Baumes. Das gilt auch für einen Ahorn. Wenn aber bei einem solchen ein großer Schnitt bevorsteht, sollte Einiges beachtet werden. Zum einen sollte ein Ahorn nur in der beginnenden Vegetationsruhe (zum Ende des Sommers) beschnitten werden. Der Grund: In dieser Zeit ist der Saftdruck am niedrigsten und die Gefahr des Flüssigkeitsverlustes verhältnismäßig gering. Zum anderen ist der Ahorn, für seine Verhältnisse, in dieser Zeit recht robust und kann den angerichteten „Schaden“ am besten verarbeiten. Die Winterruhe – die bei vielen anderen Bäumen ein bevorzugter Zeitpunkt für einen Form- oder Rückschnitt ist - setzt dem Ahorn zum Beispiel wieder zu, weshalb sich diese nicht eignet.

Ein weiterer Tipp, auf den immer wieder Baumfreunde und Experten zurückgreifen, ist die Verwendung von speziellem Baumwachs. Mit diesem sollten - nach dem Schnitt – vor allem größere Flächen bestrichen werden. Das verschließt die Schnittwunden, verhindert das so genannte „Ausbluten“ des Ahorns und verhilft zu einer schnelleren Erholung des entstandenen Stumpfes. Treten doch Anzeichen von Schwäche, Krankheit oder Schädlingsbefall auf, sollte umgehend mit einem Pflegemittel nachgeholfen werden.


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