Alpenveilchen
sollen schon
1656 aus Persien nach Europa gekommen sein. Aber erst Ende des 19.
Jahrhunderts wurden Formen mit großen Blüten und mit gefransten oder
gefüllten Blütenblättern in den verschiedensten Farbtönen gezüchtet.
Sie wachsen wild, aber nicht nur im Iran, sondern auch in Palästina,
Syrien, auf Zypern und einigen griechischen Inseln im lichten Schatten
von Laubbäumen. Während der Trockenperiode im Sommer sterben die
Blätter völlig ab. Die Pflanzen überstehen diese ungünstige Jahreszeit
durch ihre tief im Boden sitzenden Wurzelknollen, aus denen dann in den
milden, regenreichen Herbst- und Wintermonaten neues Leben erwacht.
Das
Alpenveilchen ist leicht zu kultivieren und muss im Winter kühl, luftig
und feucht an einem hellen Zimmerfenster gehalten werden. Es braucht
nur 10 bis 12 Grad Celsius um zum Guten zu gedeihen, wärmer darf es
nicht sein, sonst bilden sich keine Blüten mehr und die Blätter werden
gelb. Es verträgt auch keinen Frost, denn schon bei Temperaturen um den
Gefrierpunkt fallen die Blüten zusammen.
Nach dem
Ende der
Blühzeit, sollten die Pflanzen nicht weggeworfen, sondern der Knolle
eine Ruhezeit eingeräumt werden. Stellen das Sie deshalb das Gießen ein
und halten die Töpfe circa zwei bis drei 3 Monate ganz trocken, dann
sterben alle oberen Pflanzenteile ab. Gut stehen sie in dieser Zeit in
einem dunklen, nicht zu trockenen Keller oder an einem schattigen Platz
im Garten, wo kein Regen hingelangt.
Etwa Ende Juli
nehmen Sie
die Knollen aus den Töpfen, schütteln die Erde ab und pflanzen sie
wieder so ein, dass sie etwas aus der Erde herausgucken. Die Töpfe
werden hell aufgestellt und jetzt wird wieder regelmäßig aber mäßig
gegossen. Erst wenn mehrere Blätter vorhanden sind, darf man normal
weiter gießen. Das Düngen muss unterbleiben, bis die Topferde mit neuen
Wurzeln dicht durchzogen ist. Die Alpenveilchen können Sie aber auch in
einem kühlen Zimmer am Nordfenster weiter regelmäßig gießen. Dann
bleiben die meisten Blätter grün und schon im August bilden sich wieder
Blüten heraus.
Natürlich sind mehrjährig gezogene
Alpenveilchen nicht ganz so kräftig wie junge Pflanzen, sie können aber
ebenso reich blühen und ein hohes Alter erreichen. Alpenveilchen aus
Samen selbst heranzuziehen, kann nur besonders interessierten
Blumenfreunden empfohlen werden.