Wer liebt ihn nicht in seinem Garten, den Lavendelstrauch?
Die zartblauen, intensiv duftenden Blüten locken nicht nur
Insekten an, sondern verleihen auch jedem Garten ein
südeuropäisches Flair. Leider aber bleibt ein
Lavendel nicht über Jahre unverändert schön.
Zumindest dann nicht, wenn man ihn nicht richtig pflegt. Der
Lavendelstrauch ist an sich anspruchslos. Je mehr Sonne und je weniger
Wasser er bekommt, umso schöner blüht er. Alte
Lavendel jedoch werden häufig licht und verholzen stark.
Dagegen kann man etwas tun.
Die Ursache für die Verholzung ist übrigens
folgende:
Der Lavendelstrauch ist eigentlich eine Pflanze aus der Bergregion, die
kalkhaltige Böden liebt. Unsere Böden sind oft zu
nährstoffreich und fett und hemmen so ebenso wie
Düngergaben das Wachstum des Lavendelstrauchs.
Damit der Lavendel genug Licht bekommt und nicht zu sehr von
unten her verholzt, empfiehlt es sich, ihn nach der Blüte
Zurückzuschneiden. Der Rückschnitt darf allerdings
nicht zu tief ins Holz gehen, sonst erholt sich der alte
Lavendelstrauch nicht mehr. Auf der sicheren Seite ist man, wenn man
die Lavendelzweige um etwa ein Drittel, maximal aber um die
Hälfte kürzt. Tut man dies mindestens einmal im Jahr,
so dankt der Lavendelstrauch es mit einem dichten, kompakten Wuchs. Auf
diese Weise lässt sich ein alter Lavendel lange Zeit im Garten
halten. Wie bei allen anderen Pflanzen auch, so sollte man den alten
Lavendelstrauch nicht später als August
zurückschneiden. Die ersten Herbstfröste
könnten sonst zu großen Schäden an der
Pflanze führen. Durch den Rückschnitt wird der
Lavendel nämlich frostempfindlicher.
Hat man den idealen Termin für einen
Rückschnitt verpasst, sollte man lieber bis zum
Frühling warten. Auch im März noch kann man seinen
alten Lavendel stutzen. Die Zeit reicht, damit er neu austreibt. In
besonders kalten Regionen wird der Rückschnitt sowieso erst im
Frühjahr vorgenommen. So besitzt die Pflanze über den
langen Winter einen weiteren Schutz. Im Frühling
können dann eventuell erfrorene oder vertrocknete
Pflanzenteile abgeschnitten werden.
Bei guter Pflege kann der Lavendelstrauch im Garten
übrigens ein Alter von mehr als 10 Jahren erreichen.
Voraussetzung dafür ist ein eher trockenes Fleckchen im Garten
mit viel Sonne. Der Boden sollte nicht zu schwer sein und wenn
möglich kalkhaltig.
Der Lavendel wird traditionell gerne neben Rosen gesetzt, da
er durch seinen Duft Schädlinge wie Läuse vertreibt.
Was der Lavendel übrigens gar nicht mag, ist die Nähe
zu Nadelhölzern. Hier ist ihm der Boden zu sauer und zu feucht
und der Platz meist auch zu schattig. Wer also lange Freude an seinem
Lavendel haben möchte, sollte ihm ein geeignetes
Plätzchen zuweisen und ihn regelmäßig
zurückschneiden.
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