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Gartengemeinschaft - Gartenpflanzen - Amaryllis nach der Blüte

Amaryllis nach der Blüte





Die Bezeichnung Amaryllis ist eigentlich nicht ganz korrekt, die Pflanze, die damit gemeint ist, heißt richtig Hippeastrum, in der Umgangssprache Ritterstern. Diese beliebte Zimmerpflanze sollte mit der hochgiftigen echten Amaryllis, die auch Belladonnalilie genannt wird, nicht verwechselt werden. Der Ritterstern ist eine Zwiebelpflanze, die bei richtiger Pflege Jahr für Jahr herrliche Blüten ausbildet. Es ist gar nicht so schwer den Ansprüchen der Pflanze gerecht zu werden, ein wenig Wissen über die verschiedenen Vegetationsphasen vorausgesetzt.

Die drei Vegetationsphasen der Amaryllis

Hippeastrum stellt in seinen drei Vegetationsphasen sehr unterschiedliche Anforderungen an seine Umgebung und die Pflege. Die Blühphase ist im Winter, zu dieser Zeit erfreut die Pflanze den Besitzer mit ihren drei oder vier großen Blüten innerhalb der Wohnung. Die Wachstumsphase während des Frühlings und im Sommer möchte die Amaryllis draußen an einem sonnigen Plätzchen verbringen. Die Ruhephase im Herbst schließlich ist, wie der Name schon andeutet, der Regeneration der Pflanze gewidmet.

Die Pflege nach der Blüte

Vernachlässigt man den Ritterstern nach der Blüte, wird er im darauf folgenden Jahr sehr wahrscheinlich nicht wieder blühen. Dabei sind nur einige wenige Dinge zu beachten, um der Pflanze wieder zur vollen Blütenpracht zu verhelfen.
Die ein bis zwei Blütenschäfte der Amaryllis müssen nach der Blüte vollständig entfernt werden, denn die Zwiebel hat ihre gesamte Energie in der Blütezeit verbraucht und muss jetzt dringend auftanken. Nährstoffzufuhr ist nun notwendig, während der bevorstehenden Wachstumsphase sollte der Pflanze einmal wöchentlich ein beliebiger Volldünger zugeführt werden.

Die Wachstumsphase über sollte die Pflanze im Freien an einem möglichst sonnigen Platz stehen. Die Zwiebel verträgt allerdings keinen Frost, so dass es sich empfiehlt, sie bis nach den Eisheiligen in der Wohnung zu behalten. Während der Wachstumsphase braucht die Pflanze regelmäßig Wasser, zuviel Feuchtigkeit lässt die Zwiebel aber leicht faulen.

Ab August sollte das Wasser allmählich reduziert werden, bis die Gaben im September ganz eingestellt werden. Die ausgetriebenen Blätter verwelken daraufhin. Den ausgetrockneten Topf mit Inhalt oder die separate Zwiebel kommen über den Herbst am besten in den Keller, denn sie benötigen für die Ruhephase einen dunklen und kühlen Ort. Dort bleibt die Zwiebel bis im Dezember, dann kann sie in frisches Substrat gepflanzt und wieder in die Wohnung gestellt werden.

Der Pflanztopf sollte möglichst klein ausfallen, die Zwiebel nur höchstens zur Hälfte im Substrat sitzen. Optimal ist ein lockeres, wasserdurchlässiges Substrat, darunter gehört eine Drainageschicht, beispielsweise aus kleinen Tonscherben, Kies oder auch Blähton. Bei Zimmertemperatur hat die Zwiebel nun ideale Bedingungen für den Austrieb. Schon nach kurzer Zeit werden sich Blattansätze und ein oder zwei neue Blütenschäfte zeigen. Erst wenn die neuen Triebe etwa zwanzig Zentimeter hoch gewachsen sind, darf wieder gegossen werden, aber auch dann nur sparsam. Wurde alles beachtet, wird die Amaryllis bald wieder in ihrer vollen Pracht erblühen.


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