Die Amaryllis kann aufgrund ihrer Attraktiven Optik und auch
ihrer
Ansprüche an Pflegebedingungen schon fast als eine kleine Diva
bezeichnet werden. Die ursprüngliche Pflanze hat ihre Heimat in
Afrika, eine weitere Sorte der Amaryllis wird umgangssprachlich als
Belladonnalilie bezeichnet. Große Kälteempfindlichkeit macht
die Anpflanzung in Töpfen erforderlich, damit die Amaryllis bei
Bedarf in das Haus umziehen kann.
Im Winter muss sie einen hellen, kühlen Platz im Innenbereich
bekommen, an dem die Temperatur nicht unter 5 Grad Celsius sinken
sollte. Ein Keller eignet sich für die Überwinterung der
Pflanze meist eher nicht. Im Sommer liebt die Amaryllis dementsprechend
helle und sehr sonnige Plätze als Standort.
Auch das Anpflanzen der Amaryllis fordert etwas gärtnerisches
Geschick und ein gutes Wissen um die Bedürfnisse dieser Pflanze.
Entgegen anderen Zwiebelgewächsen, mag die Amarylliszwiebel
nämlich nicht komplett im Pflanzsubstrat vergraben werden. Etwa
die Hälfte der Zwiebel sollte aus der Erde herausragen. Weiterhin
darf die Zwiebel zunächst nicht gegossen werden. Erst wenn die
Zwiebel auszutreiben anfängt, darf mit einer mäßigen
Bewässerung begonnen werden.
Düngung ist erst erforderlich und sinnvoll, wenn die Blüte
sich zu öffnen beginnt. Nahrungsergänzung in Form von
Dünger benötigt die Amaryllis dann wöchentlich. Wer
dieser anspruchsvollen Pflanze perfekte Pflege gibt, kann mit einer
Blütezeit der einzelnen Blüte von rund fünf fünf
Wochen rechnen. Insgesamt entwickeln sich an einer gut gepflegten
Amaryllis ungefähr fünf Knospen, die nacheinander oder
gelegentlich auch zeitgleich blühen.
Die Blütenkelche erreichen dabei eine Länge von ungefähr
15 Zentimetern und verströmen einen angenehm süßen
Duft. Die Blütenfarbe reicht von einem klaren Weiß über
zweifarbig gestreifte Färbung bis hin zu einem dunklen Rot. In
diesen Farbgebungen ist die Amaryllis auch im Handel als Schnittblume
erhältlich.
Wer Kinder und Haustiere hat, sollte bei der Anpflanzung von
Amaryllis
unbedingt beachten, dass diese Pflanze stark giftig ist. Bis hin zur
tödlichen Atemlähmung sind verschiedene Grade der Vergiftungssymptome
möglich. Schon zwei bis drei Gramm des Giftes können bereits tödlich
wirken und so ist gerade in Kinderhaushalten äußerste Vorsicht im
Umgang mit der farbenprächtigen Amaryllis geboten.