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Gartengemeinschaft - Gartenpflanzen - Araucaria

Araucaria





Die Welt kennt insgesamt 18 Arten aus der Familie der Araukariengewächse. Der markante Nadelbaum ist in Teilen Südamerikas, Australiens und Ozeaniens heimisch. Die Chilenische Araukarie (Araucaria araucana) ist der heilige Baum der Mapuche-Indianer. Der erste Baum fand 1705 den Weg nach Europa. Heute ziert der Nadelbaum mit dem schnurgeraden Stamm - seine Äste wachsen nahezu waagerecht in Etagen - auch bei uns zahlreiche Parks und Gärten.

Dieser Baum hat viele Namen. Andentanne, Chilenische Schmucktanne, Affenbaum, Schlangentanne und Schuppentanne wird er genannt. Das liegt vor allem an seinen ungewöhnlichen Nadeln, die breit und dreieckig geformt sind. Sie sind wie Spiralen an den Zweigen angeordnet und sehen Schlangen, einem Affenschwanz oder Tentakeln ähnlich.
Der große chilenische Dichter Pablo Neruda hat „die Andentanne mit ihren borstigen Lanzen“ in vielen Gedichten besungen.

Die Tanne aus dem chilenischen Nebelwald ist als einzige ihrer Familie winterhart. Nur extreme Fröste setzen ihr zu. Der Baum benötigt viel Sonne oder Helligkeit. Er wird in einen mäßig nährstoffreichen, leicht sauren Boden gepflanzt. Die Andentanne will regelmäßig und reichlich gegossen werden. Nachgegossen wird aber immer erst dann, wenn die obere Erdschicht wieder ganz trocken ist. Als Faustregel gilt hier: Trockenheit ist dem Baum im Zweifelsfall lieber als zu viel Nässe.

Als Topf- oder Kübelpflanze wird Araucaria araucana alle zwei bis drei Wochen mit gängigem Flüssigdünger versorgt. Die Vermehrung der Pflanze mittels Aussaat im Frühherbst ist im Prinzip nicht schwer. Allerdings dürfen die Samen zwischendurch nicht ausgetrocknet sein. Sie müssen auch unverzüglich nach dem Reifen ausgesät werden.
Die Ausnahme: im Fall der Fälle werden die empfindlichen Samen zwischen feuchtem Sand in eine Plastikfolie eingepackt und im Kühlschrank gelagert. Dies ist einige Wochen lang möglich.

Die Sämlinge der Chilenischen Araukarie wollen hell und kühl bei nicht mehr als 15 Grad Celsius überwintern. Ältere und bereits assimilierte Exemplare können für kurze Zeit Minusgrade von bis zu 15 Grad überstehen. Jungpflanzen benötigen dagegen sorgfältigen Winterschutz. Ganz wichtig: dieser Nadelbaum ist bei Frost besonders empfindlich gegen Wintersonne. Die Nordseite eines Grundstücks oder einer Parkanlage ist für die Pflanzung deshalb in der Regel ideal.

Wer seinen Garten mit der charaktervollen Araucaria araucana bereichert, muss sich in Geduld üben. Denn dieser Baum wächst sehr langsam, jährlich höchstens 30 Zentimeter. In unseren klimatischen Breiten bleibt die Andentanne ziemlich kleinwüchsig. Sie wächst hier nicht höher als fünf bis zehn Meter, erreicht in ihrer Heimat aber einen Wuchs von bis zu 30 Meter.

Als Zimmertanne ist unter den Araukariengewächsen einzig die Nordfolk-Tanne (Araucaria heterophylla) geeignet. Anfänger sollten aber von dem auf einer Insel vor der Küste Australiens beheimateten Baum die Finger lassen. Die Norfolk-Tanne ist nicht pflegeleicht.
Sie benötigt einen sehr hellen Standort und hohe Luftfeuchtigkeit, aber keine direkte Sonneneinstrahlung. Beheizte Wohnräume mag Araucaria heterophylla gar nicht. Sie muss frei stehen, damit sie gerade nach oben wächst.

Im Sommer ist das Substrat der Tanne gleichmäßig feucht zu halten. Weiches, leicht temperiertes Wasser mag die Norfolk-Tanne am liebsten. Regenwasser aus der Tonne ist hier optimal. Der Tipp: das Besprühen mit Regenwasser tut der Pflanze gut. Vorsicht vor Staunässe ist immer geboten; bei Staunässe verfärben sich die Nadeln gelblich und fallen schließlich ab.


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