Die Azalee - auch Felsenstrauch genannt - gehört zu
den
Heidekrautgewächsen (Ericacea) und ist eng verwandt mit dem
größeren Rhododendron (Alpenrose). Die Heimat der Azalee
sind Asien und Amerika, jedoch gibt es durch Kreuzungen viele
Sorten, die auch in unseren Breitengraden winterhart sind. Nur in
besonders harten Wintern benötigen sie etwas Schutz.
Die meist recht kleinwüchsigen Sträucher (circa 50
Zentimeter, es gibt aber auch Sorten, die 1 - 2 Meter hoch werden)
haben lanzettliche, dunkelgrüne Blätter. Viele Sorten sind
immergrün und erfreuen im Frühjahr mit einer
überwältigenden Blütenpracht. Häufig blühen
Azaleen in weiß-rot-violetten Farbtönen, es gibt aber auch
gelb-orange blühende und laubabwerfende Sorten. Die Blütezeit
ist April bis Mai.
Nach der Blüte sollten die Samenansätze entfernt werden, um
eine reiche Blüte im nächsten Jahr zu fördern. Azaleen
zählen - wie die anderen Heidekrautgewächse auch - zu den
Moorbeetpflanzen. Das bedeutet, dass sie einen sauren, kalkarmen und
feuchten Boden benötigen, was durch die Gabe von Torf oder
Moorerde erreicht werden kann. Zum Sprengen sollte Regenwasser oder
abgestandenes Wasser verwendet werden, Leitungswasser ist in der Regel
zu kalkhaltig. Die Pflanzen bevorzugen einen Standort im Halbschatten -
z.B. unter lichtem Gehölz - und dürfen nicht allzu trocken
werden.
Azaleen sind - wie Rhododendren auch - Flachwurzler, das
heißt
ihre Wurzeln breiten sich dicht unter der Erdoberfläche aus. Daher
sollte unter diesen Pflanzen nicht gegraben oder gehackt werden und
regelmäßige Bewässerung ist besonders wichtig. Die Gabe
spezieller Rhododendrondünger empfiehlt sich, um den
Blütenansatz zu fördern und die Bodenqualität zu
verbessern.
Spezielle Tipps können die ortsansässigen Baumschulen und
Gärtnereien geben, dort weiß man um die Besonderheiten der
örtlichen Bodenqualität. Hier können auch besonders
winterharte oder kalkresistente Sorten empfohlen werden. Zusammen mit
anderen Moorbeetpflanzen wie Rhododendron, Lavendelheide, Kirschlorbeer
und Heidekraut können Azeleen gut zu einem Heidegarten gepflanzt
werden, noch schöner wirken sie aber als Solitäre in einem
japanischen Garten oder in einem Steingarten.
Beliebt sind auch Zimmerazaleen, die gern als Topfpflanze
verschenkt
werden. Es lohnt sich der Versuch, sie ins Freiland zu setzen - oft
gedeihen sie sehr gut. Die
Vermehrung der Azaleen geschieht am besten durch Absenker: Ein
bodennaher Trieb wird in einer Mulde mit Draht oder ähnlichem
befestigt, nachdem er an dieser Stelle vom Laub befreit wurde, und mit
Erde bedeckt. Das Triebende ragt senkrecht aus dem Boden - hieraus
entsteht die "neue" Pflanze.