Bambus wird bei richtiger Pflege zur Zierde des Gartens.Bambus
ist ein wunderschöner Gartenschmuck, der nicht nur rund um
einen Teich, sondern auch als dichter Sichtschutz für die
Terrasse oder als dekorative Abgrenzung zum Nachbargrundstück
gepflanzt werden kann. Wer Spaß daran hat, kann einen
richtigen Bambuswald entstehen lassen, in dem der Wind ein sanftes
Rauschen erzeugt.
Ganz einfach zu pflegen ist der Bambus allerdings nicht. Erste
Bedingung für sein gutes Wachstum ist ein humoser Boden, in
dem auf keinen Fall Staunässe entstehen darf. Wo diese Gefahr
droht, zum Beispiel bei lehmhaltigen Böden, muss der
Pflanzgrund zunächst mit einer Drainage-Schicht aus Kies
behandelt werden.
Das Pflanzloch soll etwa doppelt so groß sein wie der
Wurzelballen der Bambuspflanze, wobei die Unterseite des Wurzelballens
vorsichtig aufgelockert werden muss. Wenn man die Pflanzerde mit
Kompost, Mist, Torf oder einer Düngergabe anreichert, hat der
Bambus gute Bedingungen, in voller Kraft und Stärke
heranzuwachsen. Wird er dann auch noch in der Zeit zwischen
März und Juli regelmäßige mit einem
stickstoffhaltigen Dünger oder mit Hornspänen
gedüngt, hat man bald einen prächtigen Bambusbusch in
seinem Garten.
Anders als viele andere Pflanzen muss der immergrüne Bambus
auch im Winter mit Wasser versorgt werden, allerdings nur an Tagen, bei
denen die Temperatur nicht unter Null Grad Celsius liegt. Gleichzeitig
sollte man dafür sorgen, dass er gut vor Kälte
geschützt ist, indem man den Wurzelballen mit Stroh, Reisig
oder Laub abdeckt. Vor allem im ersten Winter nach der Pflanzung ist
ein guter Winterschutz notwendig. Die bereits herabgefallenen
Bambusblätter können gerne am Boden liegen bleiben,
da sie die wertvolle Kieselsäure enthalten, die der Bambus
bestens gebrauchen kann.
Bambus muss regelmäßig beschnitten werden. Die
kleinen, Bodendeckenden Arten schneidet man im März, noch vor
Beginn der Vegetationsperiode, stark zurück. Bei den
höheren Bambusarten werden die mehrjährigen Halme
sogar bis ganz kurz über den Boden abgeschnitten, es sei denn,
man möchte, dass er besonders buschig heranwächst.
Dann schneidet man ihn etwas höher ab.
Bambus hat die Neigung – vorausgesetzt, die
Wachstumsbedingungen stimmen – sich stark auszubreiten. Will
man einen ausgebreiteten Bambuswald in seinem Garten verhindern, dann
sollte man der Bambusanpflanzung mit einer Wurzelsperre rechtzeitig
Einhalt gebieten. Der Einsatz einer speziellen HDPE-Folie kann da
weiterhelfen, ebenso wie die Aushebung eines Grabens rund um die
Bambus-Anpflanzung, wobei man dann die Rhizome, die sich dennoch
über den Graben hinstrecken, radikal entfernen muss. Mancher
Gärtner setzt sogar Betonringe tief in den Boden ein, um in
seinem bambusfreundlichen Garten auch noch anderen Pflanzen als dem
Bambus eine Chance zu bieten.