Bananenstauden, die Exoten unter den Kübelpflanzen, lieben Sonne und Wärme
pur, ganz gleich ob im Freiland oder im Zimmer. Trotz ihrer Größe sind Bananen
keine Bäume sondern Pflanzen. Alle sieben bis zehn Tage bekommt die Pflanze ein
neues Blatt, das den Scheinstamm erweitert. Die Araber nannten die Banane
übrigens „Banan“, was so viel wie „Finger“ bedeutet.
Es gibt Pflanzen, die ausschließlich für die Zimmerkultur geeignet sind und
andere, die auch im Freiland platziert werden können, zumindest im Sommer. Beide
Arten sind sehr schnellwüchsig aber dennoch recht anspruchslos in Haltung und
Pflege. Trotzdem stellen sie an ihren Hobbygärtner natürlich schon den einen
oder anderen besonderen Anspruch, keine Frage.
Zwergbananen, die in der Regel nur im Zimmer gehalten werden, können bei guter
Pflege und einem sonnigen Standort mühelos auch die 2 Metermarke überschreiten
und damit zu einem echten Platzproblem werden. Man kann Bananen nämlich nicht,
wie so manches anderes Gewächs, eben mal einfach zurückschneiden.
Bananenpflanzen sind sehr durstige Gesellen. Ihre Blätter haben eine große
Verdunstungsfläche, weswegen sie viel Wasser benötigen. Übrigens – ihr
Wasserbedarf richtet sich tatsächlich auch nach der Anzahl ihrer Blätter.
Dennoch, Staunässe lieben die Bananen nicht, was eine Drainage im Topf sehr
sinnvoll macht. Wegen ihres rasanten Wachstums müssen sie auch öfter, in der
Regel jedes Jahr, umgetopft werden. Tontöpfe sind hier natürlich die erste und
beste Wahl. Umtopfen sollte man im Frühjahr, wie bei anderen Gewächsen auch. Das
ist übrigens auch ein gute Gelegenheit, die Tochterpflanzen abzutrennen und zu
separieren. Sie nehmen der Mutterpflanze nämlich die Kraft zum Wachsen. Nun kann
man auch noch einen Teil des Wurzelballens entfernen, da sie mitunter starke,
unterirdische Ausläufer bilden, die durchaus entfernt werden können.
Die Pflanze erholt sich schnell von der Umtopfprozedur und wächst kurz darauf
unbeschadet weiter. Die Größe des neuen Topfes richtet sich dabei nach der zu
erwartenden Größe der Bananenpflanze. Sie liebt ein durchlässiges, lockeres
Pflanzsubstrat mit einem pH-Wert von etwa 7. Zur Anzucht ist Torf recht gut
geeignet. Da Bananen Ungeziefer und Schädlinge förmlich anziehen, ist es
vorteilhaft, das Pflanzsubstrat im Backofen oder der Mikrowelle eine viertel
Stunde bei mindestens 160°C zu erhitzen, bevor man es verwendet. Dabei sollte
die neue Erde etwas feucht sein. Das so behandelte Pflanzsubstrat kann nun zum
eintopfen verwendet werden.
Grundsätzlich wird auch eine Bananenstaude erst umgetopft, wenn der alte Topf zu
klein geworden ist. Das passiert die diesen Pflanzen allerdings schneller als
bei anderen. Wenn die Wurzeln aus den Wasserabzugslöchern treten, ist es
endgültig soweit. Der neue Topf muss zwar größer, aber dennoch nicht zu groß
sein, damit die Bananenpflanze Halt findet. Noch ein Tipp zur
Schädlingsbekämpfung. Thripse, Spinnmilben oder weiße Fliegen sind bei Bananen
vorprogrammiert. Deshalb sollte man die Blattunterseiten häufig abwischen und
sich die Blattachsen genau ansehen. So kann man die Schädlinge zumindest etwas
in Grenzen halten.