Die Bleiwurz ist Blumenliebhabern als tropische Kübelpflanze (Plumbago
auriculata) bekannt. Neben dieser Pflanze mit den zarten blassblauen
oder weißen Blüten gibt es noch eine Gartenstaude mit dem Namen
Bleiwurz (Ceratostigma plumbaginoides), die jedoch nicht mit der
Kübelpflanze verwandt ist.
Plumbago auriculata - Pflege
Die Bleiwurz stammt aus Südafrika und liebt daher warme Temperaturen.
Sie wächst in unseren Breitengraden als Kübelpflanze im Haus oder im
Wintergarten und im Sommer auch ausgepflanzt im Garten. Wie alle
südlichen Kübelpflanzen braucht auch die Bleiwurz nahrhafte Erde und
einen warmen Standort. Sie ist trockenheitsverträglich und
dauerblühend.
Wer schöne Bleiwurzsträucher haben möchte, muss sich etwas Arbeit damit
machen. Die Pflanze sondert ähnlich wie Petunien einen klebrigen Saft
ab, daher bleiben die verblühten Blumen an der Pflanze kleben.
Besonders nach Regenfällen muss alles Verblühte und Vertrocknete
regelmäßig ausgeputzt werden. Überlange Ranken werden eingekürzt.
Bodenkälte und Staunässe mag die Bleiwurz nicht. Die Erde kann mit
Lavagrus durchlässiger gemacht werden. Allerdings braucht die Bleiwurz
viel Wasser und in heißen Sommern ist sie für einen Wasser haltenden
Untersatz dankbar.
Durch die vielen Blüten und die große Blattmasse hat
die Bleiwurz einen hohen Nährstoffbedarf, der mit wöchentlicher
Düngergabe ausgeglichen wird. Mit diesen Maßnahmen ist die Bleiwurz
dann schon zufrieden und treibt während des ganzen Sommers an warmen
Plätzen ihre hübschen Blüten.
Da die Bleiwurz lange Ranken bildet, kann sie in verschiedenen Formen
gezogen werden. Ganzjährig im Wintergarten überzieht sie ganze Wände am
Spalier. In Kübeln kann sie sowohl Säulen beranken als auch als
Kronenbäumchen gezogen werden. Auch als Ampelpflanze machen sich junge
Bleiwurzpflanzen gut. Das unverwechselbare helle Blau mit den duftigen
Blüten ist von hohem Zierwert.
Wie wird die Bleiwurz im Winter behandelt?
Ist die Bleiwurz im Wintergarten ausgepflanzt, der im Winter kühle
Temperaturen hat, wird die Pflanze zurückgeschnitten. Das Laub wird mit
fallenden Temperaturen eintrocknen und muss einzeln abgezupft werden.
Auch in warmen Wintergärten und geheizten Gewächshäusern wird die
Pflanze ihr Laub verlieren und kurzzeitig eine Pause einlegen.
Die Überwinterung der Bleiwurz als Kübelpflanze ist noch einfacher.
Sobald das Laub unansehnlich ist, kann die Bleiwurz in einen
frostfreien dunklen Raum gestellt werden. Hat die Pflanze allen Saft
aus den Blättern in die Wurzeln gezogen, wird sie kräftig
zurückgeschnitten. Im Frühling muss der Stock regelmäßig kontrolliert
werden. Sobald die neuen Knospen anschwellen, wird die Pflanze in
frische Erde umgetopft und an einen temperierten hellen Platz gestellt,
wo sie regelmäßig gegossen wird. Nach draußen dürfen die
Bleiwurzpflanzen jedoch erst nach den Eisheiligen. In den ersten Tagen
der Freiluftsaison müssen die Blätter sich an die Sonneneinstrahlung
erst noch gewöhnen. Deshalb ist anfangs ein halbschattiger Platz besser
als volle Sonne.