Der Bonsai ist ein ansprechendes und exotisches, aber gleichzeitignicht
ganz einfaches Projekt für Fensterbrett und Garten. Der
Baum in Miniaturgröße braucht viel Pflege, bei der
es vor allem auf die richtigen Schritte ankommt. Anders als die meisten
Topfpflanzen muss er auch umgetopft werden, denn er wächst
immer weiter - wenn auch langsamer als ein herkömmlicher Baum.
Das Umtopfen des Bonsais muss jedoch weder lange dauern noch besonders
kompliziert sein und wird vom Bonsai gut vertragen, wenn es richtig
angegangen wird.
Werkzeug und Materialien
Das Umtopfen eines Bonsais erfordert nicht allzu viel Material.
Erforderlich ist zunächst ein größeres
Schälchen, denn die Wurzeln des Baums wollen sich weiter
ausdehnen. Die konkrete Größe hängt jedoch
stark davon ab, um welche Art von Bonsai es sich handelt. Einige Arten
brauchen lediglich ein um etwa 3 cm größeres
Schälchen, andere hingegen brauchen weitaus mehr Platz.
Gemessen wird dabei immer der Durchmesser. Außerdem braucht
der Gärtner ein Gerät, um den Bonsai aus dem alten
Schälchen zu heben, beispielsweise eine spezielle Schaufel.
Gewöhnliche Blumenerde kann fürs Umtopfen nicht
verwendet werden, es muss sich um spezielle Bonsai-Erde handeln, denn
sie muss fest werden können. Je nach Art des
Bäumchens kann es auch sinnvoll sein, einen
Langzeitdünger in die neue Bonsai-Erde einzubringen, damit er
ausreichend Nahrung hat. Das alles bekommt der Gärtner online,
beispielsweise in einem spezialisierten Bonsai-Shop.
Die ersten Schritte
Bevor der Bonsai in den neuen Topf gesetzt werden kann, muss er
zunächst ausgegraben werden. Dabei muss der Gärtner
jedoch sehr vorsichtig vorgehen, da das Bäumchen empfindliche
Wurzeln besitzt. Mit einer Gabel sollte er keinesfalls vorgehen, was
leider noch viel zu häufig gemacht wird - denn auch, wenn die
Methode bequem wäre, könnte dabei das Wurzelwerk des
Bonsais empfindlich verletzt werden. Das neue Schälchen
für den Baum sollte zu diesem Zeitpunkt bereits aufnahmebereit
sein. Etwas Erde wird dazu auf dem Boden verteilt und je nach Art der
Langzeitdünger eingebracht. Ab diesem Zeitpunkt wird der
Bonsai jedoch genau wie jede andere Topfpflanze umgesetzt.
Was ist anders beim
Bonsai?
Der Bonsai muss nicht zwingend von der alten Bonsai-Erde befreit
werden. Natürlich sollte er keine größeren
Erdklumpen mit ins neue Schälchen nehmen, doch wenn die Erde
um die verzweigten Wurzeln herum fest geworden ist und sich nur mit
großer Mühe entfernen ließe, kann sie auch
dort verbleiben. Ferner braucht der Bonsai ein festes Erdreich, das
nicht erst fest werden darf, nachdem er einige Zeit im neuen
Schälchen verbracht hat. Nachdem das Schälchen bis
zum Rand mit Erde gefüllt wurde, wird sie daher mit den
Fingern festgedrückt. Dieser Vorgang wird so häufig
wiederholt, bis die Erde fest ist und dem Bonsai Halt gibt, aber
trotzdem knapp den Rand des neuen Schälchens erreicht.