Der Buchsbaum (Buxus sempervirens) gehört aufgrund seiner Robustheit und seiner fast beliebigen Formbarkeit schon seit 2000 Jahren zu den beliebtesten Kulturpflanzen. Mit Buchsbaumhecken gesäumte Beete zierten schon die Gärten der alten Römer. Der Name "Buxus sempervirens" bedeutet "immergrünes Gewächs" und beschreibt damit ein weiteres Charakteristikum des Buchsbaumes, das ihn bis heute in Gärten und auf Terrassen und Balkonen sehr beliebt macht: Trägt der Buchsbaum mit seinen eiförmigen, dunkelgrünen Blättchen im Sommer neben bunt blühenden, duftenden Blumen und Stauden auf eher bescheidene Art zur Gestaltung von Gärten und Balkonen bei, prägt er im Winter ganz entscheidend das Bild: So ist beispielsweise ein mit Schnee bedeckter Buchsbaum in einem Terracottatopf ein zauberhafter Blickfang von natürlicher Schönheit.
Doch was ist zu beachten, damit der Buchsbaum die manchmal klirrend kalten Wintermonate in unseren Breiten unbeschadet übersteht?
Auch bezüglich dieses Themas präsentiert sich der Buchsbaum bescheiden: Sofern er frei gepflanzt ist, ist die Überwinterung im Garten problemlos. Allerdings ist zu beachten, dass der Buchsbaum wie alle immergrünen Gewächse auch im Winter Wasser verdunstet, den dadurch entstehenden Wasserverlust aber nicht über die Wurzeln kompensieren kann. Deshalb muss er auch im Winter- allerdings nur an frostfreien Tagen- gegossen werden. Nur dann, wenn das Halbschattengewächs sehr der Wintersonne ausgesetzt ist und /oder an einen windigen Standort gepflanzt wurde, ist etwas Überwinterungshilfe angebracht; in diesen Fällen ist an sehr frostigen Tagen die Abdeckung der Pflanze mit lichtdurchlässigem Flies zu empfehlen.
Anders verhält es sich bei Buchsbäumen in Pflanzenkübeln. Da das Wurzelwerk dieser Pflanzen weniger geschützt ist als bei den ins Erdreich gepflanzten Artgenossen, sind einige Vorsorgemaßnahmen zu treffen, um den Buchsbaum vor Winterschäden zu bewahren. Die Pflanzenkübel sollten durch einen Holzuntersatz von unten gegen Kälte geschützt werden und nach Möglichkeit während des Winters einen wind- und Sonnengeschützten Standort nahe der Hauswand bekommen.
Sofern eine Standortverlagerung aufgrund der Größe der Pflanzengefäße nicht möglich ist, hat es sich bewährt, die Kübel mit Jutesäcken oder Noppenfolien gegen Frosteinwirkungen zu schützen und die Pflanzen an sehr kalten Tagen abzudecken. Die Gefahr des Austrocknens ist für Buchsbaumpflanzen in Kübeln besonders hoch; wenn sie den Winter nicht oder nicht ohne Schäden überstehen, liegen oft nicht Frost-, sondern Trockenschäden vor. Die Wässerung ist auch während des Winters an frostfreien Tagen sehr wichtig. Damit auch die Pflanzengefäße den Winter ohne Frostschäden überstehen, sollten nur winterharte Arten verwendet werden.
Der Buchsbaum ist auch beliebt wegen seiner Formbarkeit, die der Phantasie kaum Grenzen setzt. In diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass keine Beschneidungen mehr nach August vorgenommen werden sollten: die nachwachsenden Triebe müssen bis zum Beginn der Frostperiode Zeit haben zu reifen, um den Winter unbeschadet überstehen zu können.