Der Buchsbaum ist in heimischen Gärten als immergrünes
Gewächs sehr beliebt und wird in Parkanlagen oder
Bauerngärten gerne zu dekorativen Zwecken eingesetzt. Da er sich
das ganze Jahr über in einem grünen Kleid präsentiert,
sorgt er auf diese Weise für einen attraktiven Blickfang im
Garten. Aber nicht nur seiner Farbe wegen wird der Buchsbaum sehr
geschätzt, er ist auch relativ leicht zu vermehren und
unproblematisch zu pflegen und kommt somit bei Beeteinfassungen oder
als schützende Hecke zum Einsatz.
Auch für Terrassen ist der Buchsbaum als schmückendes Element
sehr gut geeignet. Hier wird er in großen Töpfen angepflanzt
und zeigt sich als ansprechende Kübelpflanze von seiner
schönsten Seite.
Pflege des Buchsbaums
Die Pflege des Buchsbaums gestaltet sich relativ einfach. Ab
und an
braucht das immergrüne Gehölz einen Schnitt, damit der
Buchsbaum ein dichtes grünes Kleid bekommt und gesund wachsen
kann. Der Schnitt darf niemals in der prallen Sonne erfolgen, da es auf
diese Weise passieren kann, dass die unteren Blätter des
Buchsbaums, die bisher nie der Sonne ausgesetzt waren, verbrennen.
Ist der Buchsbaum frisch geschnitten worden, sollte er
bewässert
werden und einige Zeit vor einer direkten Sonneneinstrahlung
geschützt werden. Dies kann beispielsweise mit Hilfe eines Vlieses
geschehen. Der Schnitt - sofern nötig - kann zweimal im Jahr, im
Zeitraum von Mai bis Juni und nochmals im August bis September
erfolgen. Bei vielen Buchsbäumen reicht allerdings ein einmaliger
Schnitt im Jahr.
Werden die jungen Triebe regelmäßig in Form geschnitten,
wächst der Buchsbaum schön dicht und sieht gesund und
prächtig aus. Benutzen Sie für den Schnitt eine Heckenschere
oder ein scharfes Messer, damit die Triebe nicht gequetscht werden. Mit
einer Heckenschere werden die Schnitte gleichmäßiger, sodass
diese Art der Beschneidung für geradlinige Formen wunderbar
geeignet ist.
Der Messerschnitt kommt meist bei individuellen Schnittformen
vor. Bei
regelmäßiger und ausreichender Bewässerung wird sich
der Buchsbaum sehr wohl fühlen und Ihnen diese Pflege mit einer
grünen Pracht danken. Während der Wachstumsperiode ist er
für Düngergaben dankbar und wird angeregt, neue Triebe zu
bilden. Die Vermehrung beim Buchsbaum erfolgt durch Stecklinge.
Krankheiten des Buchsbaumes
Obwohl der Buchsbaum sehr robust ist, kann es passieren, dass
er vom
Pilz Cylindrocladium buxicola befallen wird. Die ersten Anzeichen
für diesen Pilzbefall sind dunkle Flecken auf den Blättern,
die sich schnell ausbreiten können, sodass sich die Blätter
braun verfärben und schließlich abfallen. Auch die Triebe
können befallen sein. Hier sind in diesem Fall schwarze Striche zu
sehen, die ein ernstes Warnsignal sind.
Der Pilz fühlt sich bei feuchtem Wetter und warmen
Temperaturen
wohl und kann sich unter diesen Bedingungen schnell vermehren. Als
Erste Hilfe Maßnahme können Sie den Buchsbaum
zurückschneiden, die befallenen Blätter entfernen und ganz
wichtig, das abgestorbene Laub unter dem Buchsbaum ebenfalls weg
räumen.
Bleibt das Laub liegen, besteht die Gefahr, dass sich auf
diese Weise
neue Pilzsporen bilden und der Buchsbaum erneut befallen wird. Sobald
der Buchsbaum nach dem Rückschnitt wieder austreibt, können
Sie die jungen Triebe mit Fungiziden schützen, um einen erneuten
Pilzbefall zu vermeiden.
Eine weitere Krankheit, die den Buchsbaum befallen kann, ist
der
Pilzbefall durch den Pilz Volutella buxi. Dies erkennen Sie an den
verfärbten, fahl grün aussehenden Blättern, die wie beim
Pilzbefall mit Cylindrocladium buxicola später vertrocknen. Eine
weitere Eigenart dieses Pilzes ist das Absterben ganzer Triebe, bei
denen der Pilz ganze Pilzlager ansammelt, die sich rosafarben zeigen.
Auch hier werden zur Bekämpfung die abgestorbenen Triebe entfernt
und das Laub sorgfältig unter dem Buchsbaum entfernt.
In der Regel ist ein Buchsbaum sehr robust und wird Ihnen bei
guter
Pflege viele Jahre lang Freude bereiten. Wer die Pflanze im Garten
hält, kann mit Blüten im August und September rechnen. Als
Zimmerpflanze ist eine Blüte auch im Winter problemlos
möglich. Hierzu gönnt sich die Zimmerpflanze aber
zunächst eine Ruhephase im Herbst.