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Gartengemeinschaft - Gartenpflanzen - Christrose

Christrose





Die porzellanartigen Blüten der Christrosen schenken dem Garten schöne Glanzlichter während der kalten Jahreszeit. In verschiedenen Farbnuancen gibt es die Christrosen in mehr als 15 Arten. Sie sind pflegeleicht und robust bei Kälte, Frühblühende Sorten öffnen schon ab Dezember ihre sternenförmigen Blüten. Die Hauptblütezeit ist von Februar bis April, kann je nach Lage und Sorte auch schon deutlich eher beginnen und bis in den Mai hinein andauern.

Die Blüten mit bis zu 10 Zentimetern Durchmesser stehen einzeln an einem zumeist unverzweigten Stängel, zusammengesetzt aus fünf Kelchblättern. Die Staubblätter sind gelblich und die Blätter ledrig und immergrün. Christrosen sind mehrjährige Pflanzen, können bis zu 25 Jahre lang gedeihen und erreichen eine Höhe von bis zu 30 Zentimetern.

Viele Legenden ranken sich um diese eindrucksvolle Pflanze. Aufgrund ihrer anmutigen Schönheit und der Blütezeit wurden der Christrose abergläubisch besondere Kräfte nachgesagt, um schwere Seuchen zu heilen oder auch böse Geister zu bannen und vom Haus fern zu halten. In Märchen werden poetisch umschrieben die Tränen von himmlischen Prinzessinnen zu den Blüten im Schnee.

Christrosen wurden auch als Zauberpflanzen gesehen, die jung erhalten können. Zu Pulver vermahlen, sollen die Pflanzen ein unverzichtbarer Bestandteil von Hexensalben gewesen sein und sogar die Wirkung besitzen, unsichtbar zu machen. In ländlichen Gebieten gilt die Christrose noch heute als Orakelblume, von der zur Weihnachtszeit zwölf Blüten, die jeweils einen Monat symbolisieren, in Wasser gestellt werden. Anhand der Öffnung und Form der einzelnen Blüten wird dann das Wetter im kommenden Jahr interpretiert.

Bekannt sind Christrosen auch unter der Bezeichnung Nieswurz (Helleborus Niger), Schneerosen oder Lenzrosen. Mit Rosen hat sie jedoch nichts zu tun, sie gehört zur Gruppe der Hahnenfußgewächse. Ideal ist für diese Pflanzen ein Standort am Rand von Laubabwerfendem Gehölz, da sie in der wärmeren Jahreszeit Halbschatten, im Winter jedoch viel Licht benötigen. Der geeignete Boden für die Christrosen ist kalkhaltig, humusreich oder lehmig. Die Nähe von Nadelgehölz ist für diese Pflanzen nicht geeignet.

Kultiviert wurde die Pflanze im mitteleuropäischen Raum bereits sehr früh, gärtnerische Beschreibungen sind seit dem 16. Jahrhundert bekannt. Durch gezielte Zucht wurden die Blüten vergrößert und auch die Blütenansätze vermehrt. Durch Einkreuzungen mit orientalischen Arten entwickelte sich eine zunehmende Farbvielfalt und interessante Musterung.

Die Christrose ist von gefährlicher Schönheit, da sie in allen Teilen giftig ist, selbst noch getrocknet im Heu. Es ist ratsam, insbesondere Haustiere und Kleinkinder fern zu halten. Schon drei Samenkapseln sollen tödliche Folgen haben. Und nicht nur der Verzehr ist giftig, auch die Pflanzensäfte können starke Hautreizungen verursachen.

Früher wurden pulverisierte Pflanzenteile als Schnupftabak oder Niespulver sowie als belebendes Herzmittel, Abführmittel, für die Entwurmung und gegen Geisteskrankheit verwendet. In einigen Gebieten Europas ist die Wildwachsende Christrose am Rand von Wäldern, Wiesen oder Felsen zu finden und gilt als selten und schützenswert.


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